Cannabis-Privatrezept: Voraussetzungen, Kosten und Ablauf
Cannabis-Privatrezept: Voraussetzungen, Kosten und Ablauf
Autor
Lea Hauke

Seit dem 30. Juli 2026 gilt für dich als Patient:in eine neue Regel: Medizinisches Cannabis kann dir weiterhin ärztlich verschrieben werden, die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten jedoch nicht mehr. Wenn du eine Behandlung beginnen oder fortsetzen möchtest, benötigst du deshalb ein Privatrezept und bezahlst die Cannabisblüten selbst.
Besonders wenn deine Krankenkasse die Behandlung bisher übernommen hat, hast du jetzt vermutlich einige Fragen. Was unterscheidet ein Privatrezept von einem Kassenrezept? Welche Voraussetzungen musst du erfüllen? Und wie erhältst du anschließend dein Rezept und dein Medikament?
In diesem Artikel beantworten wir dir die wichtigsten Fragen zu medizinischen Cannabis und zeigen dir außerdem, wie du bei Releaf eine ärztliche Einschätzung anfragen kannst.
Cannabis-Privatrezept: Überblick
Privatrezept oder Kassenrezept? Welche Form der Verordnung infrage kommt, hängt inzwischen auch vom Cannabisarzneimittel ab. Seit einer Änderung des medizinischen Cannabis-Gesetzes (kurz MedCanG) im Juli 2026 bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung keine Cannabisblüten mehr. Für einige andere Cannabisarzneimittel ist eine Kostenübernahme unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin möglich.
Was ist ein Cannabis-Privatrezept?
Ein Cannabis-Privatrezept ist eine ärztliche Verordnung, die nicht zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung ausgestellt wird. Du erhältst damit Zugang zu dem Medikament, das dir verschrieben wurde, bezahlst die damit verbundenen Kosten aber zunächst selbst.
„Privat“ bedeutet dabei nicht, dass du medizinisches Cannabis ohne ärztliche Begleitung kaufen kannst. Auch für ein Privatrezept muss eine Ärztin oder ein Arzt prüfen, ob die Behandlung zu deinen Beschwerden und deiner gesundheitlichen Situation passt. Dabei spielen beispielsweise deine Krankengeschichte, bisherige Behandlungen, andere Medikamente und mögliche Risiken eine Rolle. Erst wenn die Behandlung medizinisch vertretbar ist, kann ein Rezept ausgestellt werden. Eine Rezeptanfrage kann daher auch abgelehnt werden.
Mit dem Rezept erhältst du dein Medikament ausschließlich in einer Apotheke. Je nach Anbieter wird es an eine Apotheke deiner Wahl oder direkt an eine Partnerapotheke übermittelt. Die Apotheke prüft die Verordnung, bereitet das Medikament vor und kümmert sich um die Abgabe oder Lieferung.

Warum sind Cannabisblüten nur noch auf Privatrezept erhältlich?
Bis zum Sommer 2026 konnten gesetzliche Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen auch die Kosten für getrocknete Cannabisblüten übernehmen. Das hat sich am 30. Juli 2026 geändert: Seitdem gehören Cannabisblüten nicht mehr zum Leistungsanspruch der gesetzlichen Krankenversicherung.
Für dich bedeutet das: Eine Ärztin oder ein Arzt darf dir Cannabisblüten weiterhin verschreiben. Die Gesetzesänderung betrifft nicht ihre grundsätzliche Verordnungsfähigkeit, sondern ausschließlich die Kostenübernahme durch die GKV. Cannabisblüten werden deshalb nun auf Privatrezept verordnet und müssen von gesetzlich Versicherten selbst bezahlt werden.
Auch eine bereits begonnene Behandlung führt nicht automatisch dazu, dass die Krankenkasse die Kosten weiterhin trägt. Das Gesetz enthält keine allgemeine Übergangsregelung für bisherige GKV-Verordnungen. Wenn du bislang Cannabisblüten auf Kassenrezept erhalten hast, solltest du deshalb mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem behandelnden Arzt besprechen, wie deine Versorgung fortgeführt werden kann.
Weitere Einzelheiten zur neuen Regelung findest du in § 31 Absatz 6 SGB V und bei der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Welche Cannabisarzneimittel können weiterhin auf Kassenrezept verordnet werden?
Die gesetzliche Krankenversicherung kann weiterhin die Kosten für standardisierte Cannabisextrakte sowie Arzneimittel mit Dronabinol oder Nabilon übernehmen. Dafür müssen jedoch mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Es muss eine schwerwiegende Erkrankung vorliegen, und eine allgemein anerkannte Standardtherapie darf nicht zur Verfügung stehen oder in deinem Fall nicht angewendet werden können. Außerdem muss eine begründete Aussicht bestehen, dass das Cannabisarzneimittel den Krankheitsverlauf oder schwerwiegende Symptome spürbar positiv beeinflusst.
Nach der neuen Regelung soll die vertragsärztliche Behandlung zunächst mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel im Rahmen eines sechsmonatigen Therapieversuchs erfolgen. Für die erste Verordnung ist grundsätzlich eine Genehmigung der Krankenkasse notwendig. Bei bestimmten fachärztlichen Qualifikationen und in einzelnen palliativen Versorgungssituationen gelten Ausnahmen.
Bedeutet ein Privatrezept automatisch Selbstzahlung?
Ein Privatrezept bedeutet zunächst, dass du die Kosten selbst bezahlst. Dazu können die ärztliche Prüfung, das verordnete Medikament und gegebenenfalls die Lieferung gehören. Wie hoch die Gesamtkosten ausfallen, hängt unter anderem vom Produkt, der verordneten Menge und der gewählten Apotheke ab.
Bist du gesetzlich versichert, werden die Kosten für privat verordnete Cannabisblüten in der Regel nicht nachträglich erstattet. Die seit Juli 2026 geltende Regelung schließt sie ausdrücklich aus dem GKV-Leistungsanspruch aus.
Bei einer privaten Krankenversicherung sieht es anders aus: Je nach Tarif und medizinischer Begründung kann eine Erstattung möglich sein. Sie ist allerdings nicht garantiert. Manche Versicherungen verlangen vorab eine Zusage oder zusätzliche medizinische Unterlagen. Es lohnt sich daher, die Bedingungen zu klären, bevor du das Rezept einlöst.
Kurz gesagt: Ein Privatrezept eröffnet dir einen ärztlich begleiteten Weg zu medizinischem Cannabis, auch wenn keine Kostenübernahme durch die GKV möglich ist. Gleichzeitig solltest du von Anfang an wissen, welche Ausgaben auf dich zukommen und ob deine private Versicherung sich daran beteiligt.
Welche Voraussetzungen gelten für ein Cannabis-Privatrezept?
Es gibt keine feste Liste von Diagnosen, die zu einer Verschreibung von Cannabis führen. Ebenso wenig musst du als Selbstzahler:in dieselben Voraussetzungen erfüllen, die für eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse gelten. Eine Ärztin oder ein Arzt prüft, ob medizinisches Cannabis zu deinen Beschwerden passen könnte und ob der erwartete Nutzen die möglichen Risiken überwiegt.

Wer darf medizinisches Cannabis verschreiben?
Medizinisches Cannabis darf grundsätzlich von allen Ärzt:innen verschrieben werden, die in Deutschland zur Ausübung ihres Berufs berechtigt sind. Eine bestimmte Facharztausbildung oder Zusatzqualifikation ist für ein Privatrezept nicht vorgeschrieben. Zahnärzt:innen und Tierärzt:innen dürfen nach § 3 MedCanG allerdings keine entsprechenden Rezepte ausstellen.
Du kannst dich daher beispielsweise an deine Hausarztpraxis, eine Facharztpraxis oder eine auf Cannabistherapien spezialisierte Ärztin oder einen entsprechenden Arzt wenden. Auch eine telemedizinische Einschätzung ist nach der derzeit geltenden Rechtslage möglich.
Was wird vor der Verschreibung ärztlich geprüft?
Bevor du ein Rezept erhältst, macht sich die Ärztin oder der Arzt ein Bild von deiner Gesundheit. Gefragt wird zum Beispiel nach deinen Beschwerden, bisherigen Behandlungen und Medikamenten. Auch Vorerkrankungen und mögliche Risiken werden berücksichtigt.
Für ein Privatrezept musst du nicht erst jede verfügbare Standardtherapie ausprobiert haben. Trotzdem wird geschaut, ob medizinisches Cannabis für dich eine sinnvolle und sichere Möglichkeit sein könnte. Fehlen noch wichtige Informationen, kann die Ärztin oder der Arzt nachfragen oder medizinische Unterlagen anfordern.
Wann kann medizinisches Cannabis ungeeignet sein?
Medizinisches Cannabis passt nicht zu jeder gesundheitlichen Situation. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bestimmten psychischen oder schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist besondere Vorsicht geboten. Auch frühere Probleme mit Abhängigkeit und mögliche Wechselwirkungen von Cannabis mit anderen Medikamenten fließen in die ärztliche Einschätzung ein.
Manchmal zeigt sich erst nach Behandlungsbeginn, dass Cannabis nicht gut vertragen wird. Mögliche Nebenwirkungen von Cannabis sind etwa Müdigkeit, Schwindel, Herzrasen, Unruhe oder Konzentrationsprobleme. Sprich in diesem Fall mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du die Dosierung veränderst oder die Behandlung abbrichst.
Wie funktioniert der Privatrezept-Service von Releaf?
Releaf DE bringt Produktauswahl, ärztliche Prüfung, Rezept und Apotheke an einem Ort zusammen. So kannst du den gesamten Weg digital organisieren, ohne selbst verschiedene Praxen und Apotheken kontaktieren zu müssen. Releaf DE ist dabei weder Arztpraxis noch Apotheke, sondern verbindet dich über die Plattform mit zugelassenen Ärzt:innen und einer deutschen Partnerapotheke.
Schritt 1: Produktauswahl und medizinischer Fragebogen
Welche Stärke solltest du aussuchen? Was ist verfügbar, wie schnell kann es geliefert werden und was kostet es? Bei Releaf DE kannst du Cannabisblüten in Ruhe vergleichen. Alle wichtigen Angaben zu THC- und CBD-Gehalt, Preis und Lieferzeit findest du direkt beim Produkt. Wenn du bei der Auswahl noch unsicher bist, hilft dir die KI-gestützte Suche dabei, das Angebot einzugrenzen.
Anschließend beantwortest du einen kurzen medizinischen Fragebogen. Darin geht es um deine Beschwerden, bisherige Behandlungen, Medikamente und dein Therapieziel. Das dauert nur wenige Minuten und kann jederzeit von zu Hause aus erledigt werden.
Schritt 2: Ärztliche Prüfung der Anfrage
Deine Antworten werden von in Deutschland zugelassenen Ärzt:innen geprüft. Sie schauen sich deine gesundheitliche Situation an und beurteilen, ob medizinisches Cannabis für dich infrage kommt.
Ein fester Termin oder Video-Call ist bei Releaf DE derzeit nicht nötig. Falls noch etwas unklar ist, können Rückfragen online geklärt werden. Wird deine Anfrage angenommen, stellen dir die Ärzt:innen ein digitales Privatrezept aus. Die Prüfung einschließlich Rezept kostet 5,99 Euro.
Schritt 3: Rezept und Versorgung über die Apotheke
Ist dein Rezept ausgestellt, musst du dich um die nächsten Schritte nicht selbst kümmern. Releaf DE übermittelt es direkt an eine deutsche Partnerapotheke. Dort wird die Verordnung geprüft und dein Medikament sorgfältig für dich vorbereitet.
Nun wählst du, was am besten zu deinem Alltag passt: Abholung in einer Partnerapotheke, regulärer Versand oder, je nachdem, wo du wohnst, eine schnelle Kurierlieferung. Dein Medikament kommt neutral verpackt bei dir an, und über die Sendungsverfolgung behältst du den Lieferstatus im Blick.
Eine Kopie deines Rezepts findest du in deinem Patientenkonto. Du kannst sie bei Bedarf auch über den Support anfordern.
Wie funktionieren Folgerezepte und die weitere Betreuung?
Wenn deine Behandlung weitergeführt werden soll, kannst du dein Cannabis-Folgerezept direkt über Releaf DE anfragen. Dafür beantwortest du einen kurzen Fragebogen zur bisherigen Wirkung, zu möglichen Nebenwirkungen und zu deinen aktuellen Bedürfnissen. Möchtest du etwas ansprechen oder verändern, kannst du das ebenfalls angeben.
Die Ärzt:innen prüfen deine Angaben erneut und passen die Verordnung bei Bedarf an. Auch das Folgerezept kostet 5,99 Euro. Damit du rechtzeitig an die nächste Anfrage denkst, erinnert dich Releaf DE automatisch daran.
So bleibt deine Versorgung auch langfristig einfach planbar. Und wenn sich etwas verändert oder du Fragen zu deiner Behandlung hast, kannst du dich an das behandelnde Ärzteteam oder den Support wenden.

Welche Kosten kommen auf dich zu?
Die Gesamtkosten setzen sich aus drei Bausteinen zusammen: der ärztlichen Prüfung, dem verordneten Medikament und der gewählten Lieferart. Bei Releaf DE siehst du die Preise, bevor du deine Anfrage abschließt. Monatliche Gebühren, Mindestlaufzeiten oder ein Abonnement gibt es nicht.
Welche Kosten entstehen für Rezept, Medikament und Lieferung?
Die ärztliche Prüfung einschließlich Privatrezept kostet bei Releaf DE 5,99 Euro. Dieser Preis gilt sowohl für das erste Rezept als auch für Folgerezepte.
Wie viel du für dein Medikament bezahlst, hängt von der verordneten Cannabisblüte und der benötigten Menge ab. Den aktuellen Grammpreis findest du direkt beim jeweiligen Produkt. So kannst du verschiedene Optionen vergleichen und siehst frühzeitig, welche Kosten auf dich zukommen würden.
Je nach Lieferart können Versandkosten hinzukommen. Der genaue Betrag wird dir während der Bestellung angezeigt. Wenn du dein Medikament bei einer Partnerapotheke abholst, fallen keine Versandkosten an.
Wie lassen sich die monatlichen Kosten abschätzen?
Für eine erste Orientierung multiplizierst du den Grammpreis mit der Menge, die dir für einen Monat verordnet wurde. Dazu kommen 5,99 Euro für das Rezept und gegebenenfalls die Lieferkosten.
Wie hoch dein Monatsbedarf ausfällt, lässt sich nicht pauschal sagen. Die passende Dosierung richtet sich nach deinen Beschwerden, dem gewählten Produkt und deiner persönlichen Reaktion auf die Behandlung. Ändert sich die verordnete Menge, verändern sich entsprechend auch deine monatlichen Kosten.
Bei Releaf DE kannst du Preis, Wirkstoffgehalt und Verfügbarkeit bereits vor der Rezeptanfrage vergleichen. Das hilft dir, den finanziellen Rahmen im Blick zu behalten.
Wer erfährt von deinem Cannabis-Privatrezept?
Gesundheit ist persönlich. Vielleicht möchtest du deshalb selbst bestimmen, wer von deiner Behandlung mit medizinischem Cannabis weiß. Bei einem Privatrezept werden deine Angaben nicht automatisch an deine Krankenkasse, deine Hausarztpraxis oder deinen Arbeitgeber weitergegeben. Ganz ohne Datenverarbeitung geht es aber natürlich nicht: Die Stellen, die deine Anfrage prüfen und dein Medikament bereitstellen, benötigen die dafür notwendigen Informationen.
Wer hat Zugriff auf deine Gesundheitsdaten?
Bei Releaf DE werden deine Angaben von den beteiligten Ärzt:innen geprüft. Wird ein Rezept ausgestellt, erhält auch die Partnerapotheke die Informationen, die sie für die sichere Abgabe deines Medikaments braucht. Releaf DE verarbeitet deine Daten nach den Vorgaben der DSGVO.
Deine Hausärztin oder dein Hausarzt wird nicht automatisch informiert. Auch die gesetzliche Krankenkasse erhält keine Abrechnungsdaten, wenn du das Privatrezept und dein Medikament selbst bezahlst. Möchtest du die Kosten bei einer privaten Krankenversicherung einreichen, entscheidest du selbst, welche Unterlagen du dafür weitergibst.
Die Behandlung bleibt dennoch medizinisch dokumentiert. Die beteiligten Ärzt:innen halten ihre Einschätzung und die Verschreibung in deinen Behandlungsunterlagen fest.
Erfährt dein Arbeitgeber von dem Privatrezept?
In der Regel nicht. Dein Arbeitgeber wird weder über das Rezept noch über deine Bestellung informiert. Auch eine ärztlich verordnete Behandlung mit Cannabis musst du normalerweise nicht von dir aus offenlegen.
Anders kann es aussehen, wenn deine Tätigkeit besondere Anforderungen an Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit stellt. Das gilt zum Beispiel, wenn du Fahrzeuge führst, Maschinen bedienst oder für die Sicherheit anderer verantwortlich bist. Fühlst du dich durch dein Medikament müde, benommen oder weniger konzentriert, solltest du solche Aufgaben nicht übernehmen.
Häufige Fragen zum Cannabis-Privatrezept
Bekomme ich ein Cannabis-Privatrezept ohne Diagnose?
Medizinisches Cannabis darf nur verschrieben werden, wenn eine ärztlich festgestellte Diagnose und ein medizinischer Grund für die Behandlung vorliegen. Die Diagnose kann bereits bekannt sein oder sich aus der ärztlichen Einschätzung ergeben. Deine Beschwerden allein garantieren jedoch noch kein Rezept.
Ist die Ausstellung eines Cannabis-Privatrezepts garantiert?
Auch wenn du bereits ein Produkt ausgewählt und den medizinischen Fragebogen ausgefüllt hast, steht die ärztliche Entscheidung noch aus. Ein Rezept wird nur ausgestellt, wenn die Behandlung aus medizinischer Sicht zu dir passt.
Kann ich das Privatrezept in jeder Apotheke einlösen?
Grundsätzlich kannst du ein gültiges Privatrezept in einer öffentlichen Apotheke einlösen, die medizinisches Cannabis anbietet. Allerdings hat nicht jede Apotheke alle Sorten vorrätig. Bei Releaf DE wird dein Rezept direkt an eine Partnerapotheke übermittelt, die das verordnete Produkt für dich bereitstellt und versendet.
Was gilt, wenn die Krankenkasse meine Cannabisblüten bisher bezahlt hat?
Seit dem 30. Juli 2026 gehören getrocknete Cannabisblüten nicht mehr zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Das gilt auch für Patient:innen, deren Behandlung zuvor genehmigt und bezahlt wurde. Eine allgemeine Übergangsregelung sieht das Gesetz nicht vor.
Sprich am besten frühzeitig mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem behandelnden Arzt. Gemeinsam könnt ihr prüfen, ob ein weiterhin erstattungsfähiges Cannabisarzneimittel infrage kommt oder ob du die Behandlung mit Blüten über ein Privatrezept fortsetzen möchtest. Weitere Informationen zu den neuen Regelungen findest du bei der ABDA.
Darf ich mit medizinischem Cannabis reisen?
Innerhalb Deutschlands solltest du das Medikament in der beschrifteten Apothekenverpackung transportieren und einen Nachweis über die Verschreibung dabeihaben.
Für Auslandsreisen mit Cannabis gelten zusätzliche Regeln. In Staaten des Schengen-Raums benötigst du in der Regel eine ärztliche Bescheinigung, die von der zuständigen Gesundheitsbehörde beglaubigt wird. Sie gilt für höchstens 30 Tage. Außerhalb des Schengen-Raums unterscheiden sich die Vorgaben von Land zu Land und manche Staaten verbieten die Einfuhr vollständig. Informiere dich deshalb rechtzeitig bei der Botschaft des Ziellandes. Einen Überblick bietet das BfArM.
Autoren
Lea Hauke
LinkedInLea Hauke ist zweisprachige Texterin und Spezialistin für Lokalisierung (Deutsch/Englisch) mit Fokus auf klare und präzise Kommunikation in komplexen und regulierten Bereichen. Seit über fünf Jahren unterstützt sie internationale Unternehmen dabei, Inhalte für den DACH-Markt sprachlich und kulturell passend aufzubereiten.
Ihre Erfahrung umfasst unter anderem SaaS, Finanzen, Bildung sowie Inhalte für internationale Zielgruppen im deutschsprachigen Raum. Dabei arbeitet sie an der Schnittstelle von Copywriting und Transcreation, um Inhalte auch bei sensiblen Themen wie Gesundheit verständlich, vertrauenswürdig und markenkonform zu gestalten.
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