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Cannabistherapie in Deutschland – das erwartet dich als Patient:in

Cannabistherapie in Deutschland – das erwartet dich als Patient:in

Birgit Spalt-Zoidl Autor von medizinischen Cannabis

Autor

Birgit Spalt-Zoidl

21.04.2026 14 Min. zum Lesen
Cannabistherapie in Deutschland – das erwartet dich als Patient:in

Mit dem Cannabisgesetz (CanG), welches 2024 in Deutschland in Kraft trat, wurde Cannabis teillegalisiert und von der Liste der verbotenen Substanzen im Betäubungsmittelgesetz gestrichen. Bereits seit 2017 ist eine medizinische Behandlung mit Cannabis in Deutschland legal, doch seit 2024 ist der Zugang stark vereinfacht.


Das neue Gesetz ist in zwei Artikel gegliedert: Das Konsumcannabisgesetz (KCanG), welches den Freizeitkonsum von Cannabis regelt, und das Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG), welches spezifisch die Nutzung von Cannabis für medizinische Behandlungen und wissenschaftliche Zwecke regelt.


In diesem Artikel befassen wir uns mit den Unterschieden zwischen medizinischen Cannabis und Cannabis für den Freizeitkonsum sowie den Fragen, für wen eine medizinische Cannabistherapie in Deutschland infrage kommt und wie diese abläuft.


Medizinisches Cannabis VS. Freizeitkonsum

Medizinisches Cannabis VS. Freizeitkonsum


Medizinisches Cannabis ist in Deutschland rezept- und apothekenpflichtig, es muss also von Ärzt:innen verschrieben und darf nur von Apotheken ausgegeben werden. Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, dass sich die Regeln für medizinisches Cannabis von den Vorschriften für Cannabis für den Freizeitkonsum unterscheiden.


Bei medizinischem Cannabis gibt es beispielsweise keine Mengenbegrenzung für den Besitz, du darfst das Cannabis mit entsprechender, beglaubigter Bestätigung auf Reisen im Schengen-Raum mitnehmen und wenn die Einstellung gut ist, darfst du nach dem Cannabiskonsum auch am Straßenverkehr teilnehmen. Dabei gilt für Cannabis-Patient:innen nicht der Schwellenwert von 3,5 Nanogramm im Blut, sondern rein die Frage, ob du nach dem Konsum fahrtüchtig bist, oder nicht.


Zusätzlich zu all diesen Vorteilen kannst du bei medizinischem Cannabis auch auf die Qualität vertrauen – wie alle Arzneimittel unterliegt es strengen Regulierungen und weil der Wirkstoffgehalt standardisiert ist, kannst du dich auf eine berechenbare Wirkung verlassen. Außerdem ist es möglich, dass deine Krankenkasse die Kosten für deine Cannabistherapie übernimmt, insbesondere wenn du privat versichert bist.


Hier findest du eine vergleichende Übersicht der unterschiedlichen Regeln für medizinisches Cannabis und Cannabis für den Freizeitkonsum.


CannabistherapieFreizeitkonsum
QualitätStreng reguliert und regelmäßigen Testungen unterzogen, sodass der Wirkstoffgehalt immer der gleiche istNicht reguliert, sodass Wirkstoffgehalt, Effekte und Dauer der Wirkung stark variieren können
VerkaufLegal für lizenzierte Apotheken, Großhändler und Hersteller In jedem Fall illegal – Cannabis Social Clubs dürfen Cannabis an Mitglieder abgeben, aber niemals verkaufen
Legaler BesitzMit Rezept keine MengenbeschränkungMaximal 25 Gramm mitführen, 50 Gramm im privaten Raum
KostenKönnen unter Umständen von der Krankenkasse übernommen werdenVollständig selbst zu tragen
Internationale ReisenMit entsprechender medizinischer Bestätigung darf Cannabis auf Reisen im Schengen-Raum mitgenommen werdenIn den meisten Fällen illegal (je nach lokalen Vorschriften)

Mehr dazu, wie du Cannabis ohne Rezept legal bekommen kannst, findest du im verlinkten Artikel.


Was ist die Cannabistherapie überhaupt?


Eine Cannabistherapie ist die medizinische Nutzung von Cannabis oder cannabishaltigen Arzneimitteln zur Behandlung von Krankheiten oder der Linderung von Symptomen. Sie ist in Deutschland vollkommen legal, erfolgt immer unter ärztlicher Begleitung und mit Rezept und wird für jede:n Patient:in individuell geprüft.


Für wen ist eine Cannabistherapie geeignet?


Es gibt viele Indikationen für eine Cannabistherapie. Wenn du beispielsweise an chronischen Schmerzen oder Muskelspasmen leidest, kann medizinisches Cannabis gute Ergebnisse erzielen. Auch bei neurologischen Problemen und den Nebeneffekten einer Chemotherapie wie Schwindel und Übelkeit kann eine Cannabistherapie helfen, ebenso wie bei Schlafstörungen und Entzündungen oder psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, posttraumatischer Belastungsstörung oder Depressionen.


Bitte beachte, dass in Deutschland in der Regel zuerst herkömmliche Therapien versucht werden, bevor eine Cannabistherapie in Erwägung gezogen wird. Wenn du denkst, dass eine Cannabistherapie für dich infrage kommt, wende dich an deine:n Arzt:Ärztin oder vereinbare eine Cannabis-Erstberatung bei einem Telemedizin-Anbieter wie Releaf.


Medizinische Voraussetzungen für eine Cannabistherapie


Um für eine Cannabistherapie infrage zu kommen, müssen Patient:innen eine diagnostizierte Krankheit haben. Auch wenn es seit der Einführung des MedCanG 2024 nicht mehr verpflichtend ist, zuvor andere Therapieansätze auszuprobieren, folgen die meisten Ärzt:innen dieser Vorgehensweise und setzen Cannabis erst ein, wenn andere Behandlungen nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen.


Das letzte Wort dabei, ob du als Patient:in eine Cannabistherapie verschrieben bekommst, hat immer der:die Arzt:Ärztin. Neben der Diagnose und bereits versuchten Therapieansätzen beurteilen sie auch etwaige Kontraindikationen, die eine Cannabistherapie zu gefährlich machen würden. Sei immer absolut ehrlich, um etwaige Risiken zu minimieren.


Der Weg zur Cannabistherapie in Deutschland

Der Weg zur Cannabistherapie in Deutschland


Es gibt zwei Möglichkeiten der Cannabistherapie in Deutschland, entweder wird sie von Ärzt:innen oder von dir als Patient:in eingeleitet.


Weg – von Ärzt:innen eingeleitete Cannabistherapie


Wenn du bereits in ärztlicher Behandlung bist, kann es sein, dass dein:e Arzt:Ärztin eine Cannabistherapie einleitet. Das passiert zum Beispiel oft, wenn die traditionellen Behandlungsmöglichkeiten nicht die gewünschte Wirkung zeigen.


Es ist aber auch möglich, dass die Cannabistherapie in Deutschland als Begleittherapie zu einer onkologischen Behandlung eingesetzt wird. Hier kann medizinisches Cannabis vor allem bei negativen Begleiterscheinungen einer Chemotherapie wie Übelkeit und Erbrechen helfen.


Wenn dein:e behandelnde:r Arzt:Ärztin der Meinung ist, dass eine Cannabistherapie in deinem Fall sinnvoll ist, bekommst du ein entsprechendes Rezept, das du in einer Apotheke einlösen kannst.


In solchen Fällen steht dir dein:e Arzt:Ärztin auch mit Informationen zur besten Darreichungsform für deine Situation und der richtigen Dosierung zur Seite. Da es im medizinischen Bereich bisher nur wenige hochwertige Studien zur Cannabistherapie gibt, beginnen Ärzt:innen in der Regel mit einer geringen Dosierung, welche dann langsam gesteigert wird, bis die gewünschten Effekte erzielt werden.


Weg – von Patient:innen eingeleitete Cannabistherapie


Der zweite Weg zu medizinischem Cannabis in Deutschland ist die von Patient:innen eingeleitete Cannabistherapie. Auch in diesem Fall brauchst du ein Rezept von einem:einer Arzt:Ärztin, welches du dann in einer Apotheke einlösen kannst.


Hierfür gibt es mittlerweile einige in Deutschland zugelassene Telemedizin-Plattformen, welche den Weg zu medizinischem Cannabis legal ermöglichen. Meistens läuft dies folgendermaßen ab:


  1. Fragebogen – Patient:innen füllen online einen medizinischen Fragebogen aus. Das dauert in der Regel nur wenige Minuten.
  1. Identitätsnachweis – Patient:innen müssen nun eine Ausweiskopie hochladen, um ihre Identität nachzuweisen.
  1. Videosprechstunde (optional) – Viele Plattformen organisieren nun eine Videosprechstunde mit auf die Cannabistherapie spezialisierten Ärzt:innen.
  1. Rezeptausstellung – Wenn deine individuelle Cannabistherapie durch die zuständigen Ärzt:innen bestätigt wird, bekommst du nun ein Rezept, welches direkt an eine Partnerapotheke übermittelt wird.
  1. Arzneimittelerhalt – Je nach Anbieter wird dein medizinisches Cannabis nun entweder direkt von der Apotheke an dich versandt oder du kannst es dort abholen.

Derzeit (Frühling 2026) ist ein persönlicher Besuch bei deinem:deiner Arzt:Ärztin nicht notwendig, um medizinisches Cannabis zu bekommen, eine Änderung der entsprechenden Gesetze wird aber aktuell diskutiert. Möglicherweise wird ein persönlicher Arztbesuch in Zukunft bei jeder Cannabistherapie in Deutschland notwendig und auch der Versand könnte verboten werden, sodass du das verschriebene Cannabis immer persönlich in einer Apotheke abholen müsstest.


Darreichungsformen von medizinischem Cannabis

Darreichungsformen von medizinischem Cannabis

Es gibt verschiedene Darreichungsformen von Cannabis, die in der Medizin genutzt werden:

  • Fertigarzneimittel mit cannabinoiden Inhaltsstoffen wie Sativex®, Dronabinol® und Canemes®
  • Cannabisextrakte und -öle zur oralen Anwendung
  • Kapseln und Tabletten zur oralen Anwendung
  • Getrocknete Cannabisblüten zur Verdampfung

Das Rauchen von Cannabis wird nicht empfohlen, da bei der Inhalation von Cannabis nach der Verbrennung Gesundheitsschäden nicht ausgeschlossen werden können. Vaporisieren ist die schonendere Alternative, wenn Patient:innen aufgrund des schnellen Wirkungseintritts eine Inhalation bevorzugen.


Jede Darreichungsform hat ihre Vorteile: Während Fertigarzneimittel eingehend getestet sind und eine zugelassene Indikation haben, überzeugen Öle und Extrakte durch ihre einfache Dosierung. Kapseln und Tabletten sind besonders diskret und Blüten wirken besonders schnell. Mehr dazu erfährst du in unserem Blogbeitrag zum Thema Darreichungsformen von medizinischem Cannabis.


Sicherheit und Nebenwirkungen der Cannabistherapie

Wie auch jede andere Therapie kann die Cannabistherapie mit Nebenwirkungen beziehungsweise unerwünschten Ereignissen einhergehen. Wie genau diese aussehen, hängt von der Darreichungsform, dem THC- und CBD-Gehalt sowie deiner individuellen Verträglichkeit ab.


Für Fertigarzneimittel gibt es eine Fachinformation, die die jeweiligen Nebenwirkungen genau darlegt – alle anderen Darreichungsformen sind wissenschaftlich sehr viel schlechter untersucht. Dennoch gibt es eine Reihe von akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen, die bei der Cannabistherapie mit Blüten, Extrakten, Ölen oder Kapseln auftreten können.


Mögliche akute Nebenwirkungen unmittelbar nach der Einnahme von Cannabis-Arzneimitteln:

  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Mundtrockenheit
  • Konzentrationsstörung
  • Stimmungsschwankungen
  • gesteigerter Appetit
  • Herzrasen/Blutdruckabfall
  • Übelkeit

Mögliche Langzeitfolgen nach der regelmäßigen Einnahme von Cannabis-Arzneimitteln:

  • Sucht sowie Entzugserscheinungen bei abruptem Ende der Cannabistherapie
  • Kognitive Defizite wie Gedächtnisstörungen und Konzentrationsprobleme
  • gesteigerte Psychoserisiko

Zudem kann es vor allem bei zu hoher Dosierung zu akuten Psychosen wie Angstzuständen oder Paranoia kommen und beim Rauchen von Cannabis kommt es zu einer Reizung der Atemwege und der Lunge. Um Schäden an Lunge und Atemwegen zu vermeiden und auch wegen der schwierigen Dosierung wird im medizinischen Bereich vom Rauchen von Cannabis abgeraten.


Hier erfährst du mehr über mögliche Nebenwirkungen und unerwünschte Ereignisse bei der Cannabistherapie.


Die Cannabistherapie im Alltag

Die Cannabistherapie im Alltag


Die Behandlung mit medizinischem Cannabis kann neben den positiven Effekten für dein Wohlbefinden auch gewisse Auswirkungen auf den Alltag haben. Seit der Teillegalisierung von Cannabis haben damit verbundene Stigmata zwar abgenommen, dennoch berichten Patient:innen, dass ihnen oft mit Skepsis begegnet wird, wenn sie Medizinalcannabis konsumieren.


Medizinalcannabis am Arbeitsplatz


Am Arbeitsplatz musst du dir keine Sorgen machen, wenn du eine Cannabistherapie erhältst: Du bist durch das allgemeine Arbeitsrecht sowie Datenschutzgesetze geschützt, welche eine direkte Diskriminierung wegen verschreibungspflichtiger Medikamente verbieten.


Darüber hinaus bist du durch Datenschutzgesetze davor geschützt, dass deine Firma Fragen zu medizinischen Behandlungen und Medikamenten stellt, und musst derartige Informationen nur weitergeben, wenn du das möchtest. Beachte aber bitte, dass auch du als Angestellte:r bestimmten Pflichten unterliegst und die Arbeitsfähigkeit und Sicherheit am Arbeitsplatz sicherstellen musst.


Wenn der Cannabis-Konsum sich auf die kognitiven Fähigkeiten auswirkt, und du etwa Maschinen betätigst, Fahrzeuge führst oder Prozesse überwachst, musst du deine Cannabistherapie am Arbeitsplatz offenlegen. In gewissen Bereichen gelten dieselben Regeln wie auch im Straßenverkehr, wo der THC-Gehalt im Blut 3,5 Nanogramm nicht überschreiten darf.


Auch wenn Arbeitgebende kein pauschales Cannabis-Verbot für die medizinische Therapie aussprechen dürfen, sind sie im Recht, wenn sie gewisse Regeln aufstellen und den Konsum während der Arbeitszeit oder auf dem Betriebsgelände verbieten – auch sind spezielle Vereinbarungen zu regelmäßigen Kontrollen bei sicherheitsrelevanten Tätigkeiten möglich und legal.


Hier findest du weitere Informationen zu den Regeln rund um Cannabis am Arbeitsplatz.


Medizinalcannabis auf Reisen

Medizinalcannabis auf Reisen


Auch wenn medizinisches Cannabis in Deutschland weitgehend legalisiert ist, gilt das nur für wenige andere Staaten auf der Welt. Dementsprechend musst du unbedingt die richtigen Bescheinigungen in der richtigen Form vorlegen können, wenn du Medizinalcannabis auf Reisen mitnehmen willst, ohne rechtliche Risiken einzugehen.


Medizinalcannabis auf Reisen im Schengen-Raum


Die folgenden Staaten sind dem Schengener Abkommen beigetreten und erlauben die Mitnahme von Medizinalcannabis mit entsprechender ärztlicher Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsabkommens: Deutschland, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik und Ungarn.


Bitte beachte, dass diese Bescheinigung vor Reiseantritt durch die Landesgesundheitsbehörde beglaubigt werden muss, maximal 30 Tage lang gilt und du für jedes verschrieben Betäubungsmittel eine eigene Bescheinigung brauchst. Die notwendigen Antragsformulare findest du hier.


Medizinalcannabis auf Reisen außerhalb der Schengen-Staaten


Bedenke bei internationalen Reisen außerhalb des Schengen-Raums, dass Cannabis in vielen Ländern auf der ganzen Welt illegal ist und die Einfuhr demnach besonders streng überwacht wird, wenn sie denn überhaupt erlaubt ist.


Lass dir vor deiner Reise eine mehrsprachige Bescheinigung von deinem:deiner Arzt:Ärztin ausstellen, welche konkrete Angaben zur Einzel- und Tagesdosierung, Wirkstoffbezeichnung und Dauer deiner Reise enthält und lass diese Bescheinigung beglaubigen.


Informieren dich immer eingehend über die aktuell gültigen Bestimmungen und respektiere die nationalen Vorgaben im Zielland, wenn dieses die Menge der mitzuführenden Cannabisarzneimittel einschränkt oder sogar ganz verbieten.


Kosten der Cannabistherapie


Die Kosten beziehungsweise die Kostenübernahme für deine Cannabistherapie unterscheiden sich in Deutschland basierend auf verschiedenen Faktoren. Der wichtigste ist aber, ob du eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung hast.


Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)


Bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) muss dein:e Arzt:Ärztin vorab eine Genehmigung bei der Versicherung einholen, damit die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Diese werden in der Regel nur bei schwerwiegenden Erkrankungen erteilt und wenn alle anderen Therapieansätze vorab ausgeschöpft wurden – außerdem muss dein Rezept von einem:einer Kassenarzt:ärztin ausgestellt sein.


Wenn diese Situation bei dir zutrifft, kannst du einfach mit dem Rezept in die Apotheke gehen, welche direkt mit der Krankenversicherung abrechnet, und musst nur die gesetzliche Zuzahlung von 5–10 € selbst tragen.


Ein wichtiger Punkt bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist, dass hier Telemedizin-Rezepte quasi nie rückerstattet werden. Auch wenn diese Privatrezepte rechtlich gleichwertig sind, trägt die GKV die Kosten für deine Cannabistherapie nur, wenn ein:e Kassenarzt:ärztin diese vorab von der GKV genehmigen hat lassen.


Außerdem wird aktuell darüber diskutiert, ob Cannabisblüten ab 2027 aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen werden sollen.


Private Krankenversicherung (PKV)


Wenn du eine private Krankenversicherung (PKV) hast, muss dein:e Arzt:Ärztin vorab keine Genehmigung einholen, die Notwendigkeit der Cannabistherapie wird aber ebenso überprüft wie deine ärztliche Verordnung. Es hängt immer vom Einzelfall und deinem Tarif ab, ob eine Rückerstattung bei dir bewilligt wird.


Es wird empfohlen, dass du dich vorab bei deiner privaten Krankenversicherung darüber informierst, wie hoch die Chancen auf eine Rückerstattung in deinem individuellen Fall sind – es gibt einige Anbieter, die die Cannabistherapie von vornherein ausgeschlossen haben. Auch wenn die PKV Berichten zufolge die Kosten für die Cannabistherapie häufiger rückerstattet als es die GKV tut, muss auch hier die medizinische Notwendigkeit fundiert belegt sein.


Wenn deine private Krankenversicherung die Rückerstattung bestätigt hat, kannst du praktische Telemedizin-Angebote für dein Cannabis-Rezept nutzen und musst dafür nicht selbst aufkommen.


Hier findest du weitere Informationen zu Kosten und Kostenübernahme deiner Cannabistherapie in Deutschland.


Cannabistherapie bei Releaf Deutschland

Cannabistherapie bei Releaf Deutschland


Wenn du denkst, dass eine Cannabistherapie das richtige für dich ist, könntest du bei Releaf genau das finden, was du suchst: Unsere Telemedizin-Plattform bietet einfachen, legalen und völlig sicheren Zugang zu medizinischem Cannabis.


Dabei bietet Releaf unzählige Vorteile für deine Cannabistherapie in Deutschland:


  • Vollkommen digital: Unser Bestellprozess läuft zu 100 % digital ab und nicht einmal ein Video-Anruf ist notwendig.
  • Vollkommen diskret: Deine Lieferung kommt in einer diskreten Verpackung an und es wird kein Eintrag in deiner Krankenakte vorgenommen.
  • Vollkommen sicher: Du bekommst einen Cannabis-Ausweis, der den legalen Besitz deines medizinischen Cannabis nachweist.

Und so einfach geht das:

  1. Cannabissorte auswählen: Unsere intelligente Suche hilft dir dabei, die beste Cannabissorte für deine Symptomatik zu finden.
  1. Produkt in den Warenkorb legen: In der Produktübersicht siehst du Preis und Verfügbarkeit sowie Dosierungshinweise und die voraussichtliche Lieferzeit. Wenn das Produkt das richtige für dich ist, leg es in den Warenkorb,
  1. Medizinischen Fragebogen beantworten: Nun musst du unseren medizinischen Fragebogen ausfüllen – dies dauert nur wenige Minuten und hilft unseren Ärzt:innen unter der Leitung von Dr. Hans Werner dabei, deine Anfrage zu überprüfen und die Behandlung optimal auf deine Situation abzustimmen.
  1. Einkauf bezahlen: Du wirst an die Kasse weitergeleitet, wo du mit allen gängigen Zahlungsarten wie Kreditkarte, Apple Pay, Klarna oder SEPA-Überweisung bezahlen kannst.
  1. Prüfung durch unsere Ärzt:innen: Unsere in Deutschland zugelassenen Ärzt:innen prüfen nun deine Angaben und stellen das Rezept aus, wenn alles in Ordnung ist. Dieses übermittelt Releaf direkt an eine unserer Partnerapotheken in Deutschland.
  1. Lieferung durch eine deutsche Apotheke: Die zuständige Apotheke verpackt und liefert dein Medizinalcannabis. In einigen Städten erfolgt die Lieferung per Kurier und dauert nur 60–90 Minuten, andernfalls dauert es 1–3 Tage, bis deine Bestellung bei dir ankommt. Halte bei der Lieferung in Ausweisdokument bereit, da wir hier deine Identität überprüfen.

Seit der Gesetzesänderung 2024 ist der Zugang zu medizinischem Cannabis in Deutschland deutlich einfacher geworden. Prüfe, ob deine Beschwerden unter unsere Behandlungsgebiete fallen, und verschaffe dir einen Überblick über unsere medizinischen Cannabissorten. Der Weg zum Rezept ist bei Releaf vollständig digital.


Cannabistherapie in Deutschland


Welche Krankheiten können mit Cannabistherapie behandelt werden?


Eine Cannabistherapie kann bei chronischen Schmerzen, Spasmen bei Multipler Sklerose, Epilepsie, Übelkeit bei Chemotherapie, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen, aber auch bei ADHS, posttraumatische Belastungsstörungen und entzündliche Erkrankungen helfen. Wenn du denkst, dass eine Cannabistherapie für dich infrage kommt, wende dich an deine:n Arzt:Ärztin.


Wie lange dauert es, bis die Cannabistherapie wirkt?


Erste Effekte können bei der Inhalation von Cannabis binnen wenigen Minuten oder bei der oralen Einnahme in 1–2 Stunden eintreten. Die volle therapeutische Wirkung entwickelt sich meist über 2–4 Wochen kontinuierlicher Einnahme. Vor allem unter ärztlicher Begleitung wird in der Regel mit einer eher niedrigen Dosierung begonnen, welche so lange gesteigert wird, bis die erwünschte Wirkung eintritt. Das kann auch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.


Was kostet eine Cannabistherapie pro Monat?


Keine Übernahme durch die Krankenversicherung: 300–800 € monatlich je nach Dosis und Sorte

Übernahme durch die Krankenversicherung: pro Rezept Zuzahlung von 5–10 €


Kann eine Cannabistherapie mit anderen Medikamenten kombiniert werden?


Grundsätzlich ist das möglich, darf jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht passieren, da Cannabis potenziell gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben kann. Informiere deine behandelnden Ärzt:innen daher immer wahrheitsgetreu über alle Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente und Cannabisarzneimittel, die du zu dir nehmen.


Wann wird eine Cannabistherapie abgebrochen?


Es gibt verschiedene Gründe, eine Cannabistherapie abzubrechen, darunter schwerwiegenden Nebenwirkungen, mangelnde Wirksamkeit nach angemessener Therapiedauer (3–6 Monate) oder die Verfügbarkeit besserer Behandlungsmöglichkeiten.


Auch eine veränderte Situation oder der Wunsch von dir als Patient:in kann ein Grund für den Abbruch der Cannabistherapie sein.


Wie wird der Therapieerfolg bei Cannabis überwacht?


In der Regel werden dazu je nach behandelter Krankheit Schmerzskalen, Schlaftagebücher, Bewertung der für den Alltag notwendigen Fähigkeiten oder Lebensqualität-Fragebögen eingesetzt. Bei Epilepsie werden zum Beispiel objektive Parameter wie Häufigkeit und Schwere der Anfälle dokumentiert.


Bei Releaf Deutschland führen unsere Ärzt:innen regelmäßige Verlaufskontrollen zur Therapieoptimierung durch.


Kann Cannabis andere Medikamente ersetzen?


Nein, Cannabis wird im medizinischen Bereich eigentlich immer nur ergänzend eingesetzt und nicht, um eine andere Behandlung zu ersetzen.


Je nach Krankheitsbild und den verschriebenen Medikamenten kann eine ergänzende Cannabistherapie zum Beispiel eine Verringerung der notwendigen Dosis ermöglichen oder bei den Nebenwirkungen einer Chemotherapie im Zuge der Krebsbehandlung helfen. Derartige Medikationsänderungen dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht und engmaschiger Überwachung durchgeführt werden. Wende dich bei Fragen dazu an deine:n Arzt:Ärztin.

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Autoren

Birgit Spalt-Zoidl Autor von medizinischen Cannabis

Birgit Spalt-Zoidl

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Birgit Spalt-Zoidl ist Übersetzerin, Copywriterin und Tone-of-Voice-Beraterin für große und kleine Firmen. Im Zentrum steht bei ihren Texten und Übersetzungen immer, dass sie für die Leser:innen gut verständlich sind und die Inhalte zu den Zielen sowie der Markenstimme des jeweiligen Unternehmens passen. Sie schreibt leicht lesbare Texte und bereitet komplexe Sachverhalte so auf, dass sie greifbar und klar werden.

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