Cannabis bei Epilepsie: CBD als Anti-Epileptikum und Anfallskontrolle
Cannabis bei Epilepsie: CBD als Anti-Epileptikum und Anfallskontrolle

Autor
Lea Hauke

Kann medizinisches Cannabis bei Epilepsie helfen? Die Antwort lautet ja! Mit CBD konnten in der Forschung überzeugende Ergebnisse nachgewiesen werden, allerdings nicht bei jeder Art von Epilepsie.
Hier erfährst du mehr zur Wirksamkeit von Cannabinoiden bei verschiedenen Epilepsie-Syndromen, die wichtigsten Grundlagen, um die Krankheit zu verstehen und warum die Zulassung von Epidyolex in der Epilepsie-Forschung als wichtiger Meilenstein gilt.
Epilepsie verstehen – Grundlagen der Anfallserkrankung
Epilepsie ist nur ein Überbegriff für verschiedene Syndrome. Die Krankheit kann sehr unterschiedlich verlaufen und auch in verschiedenen Stadien im Leben auftreten. Deshalb ist auch die Behandlung nicht auf einen Wirkstoff begrenzt. Hier erfährst du die wichtigsten Informationen zu Epilepsie.

Was ist Epilepsie? Definition und Klassifikation
Bei Epilepsie kommt es bei der Signalverarbeitung im Gehirn zu Störungen. Nervenzellen senden bei der Erkrankung unkontrollierte oder übermäßig heftige Signale aus, durch die epileptische Anfälle entstehen können.
Wie diese Anfälle im Endeffekt aussehen, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Manche leiden unter starken Krämpfen und Konvulsionen mit Bewusstseinsverlust und unkontrollierten Bewegungen. Andere erleben kürzere Bewusstseinsstörungen, Muskelzucken oder ein kürzeres “Wegtreten”.
Ärzt*innen unterscheiden außerdem, je nachdem, welche Hirnregion betroffen ist, zwischen verschiedenen Epilepsie-Arten. Von fokalen Epilepsien spricht man, wenn ein bestimmter Bereich im Gehirn betroffen ist, bei generalisierter Epilepsie gehen die Anfälle von beiden Hirnhälften gleichzeitig aus. Auch andere spezielle Syndrome sind möglich, die ihre ganz eigenen Ursachen und Symptome mit sich bringen.
Therapieresistente Epilepsie – Wenn Medikamente versagen
Wie der Name schon sagt, versagen bei therapieresistenten Epilepsien herkömmliche Behandlungsarten. Wenn mehr als zwei geeignete Antiepileptika nicht wirken, wird in der Regel diese Diagnose gestellt.
In diesen Fällen werden oft alternative Behandlungen empfohlen. Darunter sind chirurgische Eingriffe, Neurostimulationen, Kombinationstherapie und mehr. Unter anderem wird auch CBD für bestimmte Epilepsie-Syndrome verwendet.
Besondere Epilepsie-Syndrome bei Kindern
Es gibt einige seltenere Epilepsie-Syndrome, die sich wie andere Epilepsie-Formen auch bereits im Kindesalter äußern können. Dazu gehören unter anderem das Dravet-Syndrom, das Lennox-Gastaut-Syndrom oder das West-Syndrom. Betroffene Kinder leiden teilweise unter besonders schweren Anfällen.
Leider sind diese Erkrankungen in vielen Fällen oft nur schwer behandelbar und können sogar die Entwicklung behindern. Beim Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom wurde mit der Wirkung von CBD intensiv klinisch geforscht. Es ist nun auch als verschreibungspflichtiges Arzneimittel Epidyolex zugelassen.

CBD bei Epilepsie – Durchbruch in der Therapie
In vielen Bereichen ist die Studienlage zu Cannabinoiden wie CBD oder THC zwar vielversprechend, aber uneindeutig. Anders sieht das bei der Therapie von bestimmten Epilepsie-Syndromen und CBD aus. Das Cannabis-Medikament Epidyolex ist seit einiger Zeit auf dem Markt und verspricht in vielen Fällen gute Effekte.
Epidyolex – Das erste Cannabis-Medikament
Epidyolex ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit hoch gereinigtem Cannabidiol. Es wird als orale Lösung eingenommen und enthält kein THC in therapeutisch relevanter Menge. In Europa ist Epidyolex unter anderem als Zusatztherapie bei Dravet-Syndrom, Lennox-Gastaut-Syndrom und Tuberöser Sklerose zugelassen.
Epidyolex gehört nicht zu den frei erhältlichen CBD-Produkten. Seine Dosierung, Qualität und Anwendung sind medizinisch standardisiert und werden nur unter ärztlicher Aufsicht verschrieben.
Wirkmechanismen von CBD bei Anfällen
Obwohl CBD schon vielen Menschen mit Epilepsie helfen konnte, ist sein Wirkmechanismus noch nicht ganz verstanden. CBD wirkt auf das Endocannabinoid-System des Körpers ein und kann hier verschiedene Prozesse modulieren.
Die Hypothese ist, dass es hier in die Signalübertragung eingreift, die bei Epilepsie teilweise zu hoch ausgeprägt ist. Die Forschung beschäftigt sich hier vor allem auf seine Einflüsse auf Natrium- und Kalziumkanäle, das GABA-System, Entzündungsprozesse und die Erregbarkeit von Nervenzellen.
CBD vs. THC bei Epilepsie
THC wird in der Therapie von Epilepsie-Syndromen weniger häufig angewendet. Je nach Dosierung und individueller Veranlagung kann THC Anfälle unter Umständen sogar verstärken.
Mit CBD konnten bei einigen Formen antikonvulsive Effekte erzielt werden, gleichzeitig hat es im Vergleich mit THC keine psychoaktiven Eigenschaften. Deshalb basieren zugelassene Arzneimittel wie Epidyolex gezielt auf hoch gereinigtem CBD.
Klinische Studien – Beeindruckende Evidenz
Mehrere große, randomisierte Studien konnten zeigen, dass CBD bei schweren therapieresistenten Epilepsie-Syndromen die Anfallhäufigkeit verringern kann. Beim Dravet- und Lennox-Gestaut-Syndrom führten diese Ergebnisse zum zugelassenen Arzneimittel Epidyolex. Im Vergleich zu Forschungen an anderen Cannabis-Indikationen ist die Beweislage so eindeutig, dass beinahe ein großes Aufatmen zu hören war.
Zulassungsstudien für Epidyolex
Die wichtigsten klinischen Daten zu Epidyolex stammen aus einem internationalen Studienprogramm von GW Pharmaceuticals. In den sogenannten GWPCARE-Studien wurde die Wirksamkeit bei Patient*innen mit Lennox-Gestaut und dem Dravet-Syndrom untersucht.
Dabei handelte es sich um randomisierte Placebo-Studien, die zeigen konnten, dass Patient*innen, die das Medikament bekamen, um 20 bis 23 Prozent weniger häufig Anfälle erlitten als Placebo-Proband*innen. Die Ergebnisse bezogen sich besonders auf Drop-Attacks und schwere generalisierte Anfälle.
Die Studienergebnisse bildeten die Grundlage für die Zulassung von Epidyolex in Europa und den USA, wo es unter Epidyolex gehandelt wird.
Real World Evidenz und Langzeitdaten
Nicht nur die klassischen Zulassungsstudien sind für die Beweislage wichtig, auch umfangreiche Daten aus dem klassischen Klinikalltag existieren und bilden einen wichtigen Eckpfeiler.
Eine wichtige Rolle spielten dabei sogenannte Compassionate-Use- oder Expanded-Access-Programme, die schwer Erkrankten bereits vor der Zulassung Zugang zu hoch konzentrierten CBD-Präparaten ermöglichten. Die erhobenen Daten bezeichnete man als Real-World-Evidenz und lieferten zusätzliche wichtige Erkenntnisse zum Wirkstoff.
Responder-Raten und Anfallsreduktion
Responder-Raten sind in Epilepsie-Studien ein wichtiger Messwert. Gemeint ist damit der Anteil von Patient*innen, bei denen die Anfallsrate um mehr als 20 % reduziert werden konnte. Die Quote, die bei Epidyolex erzielt werden konnte gilt als großer Erfolg, weil es zur Behandlung von besonders schwer therapiebaren Syndromen eingesetzt werden konnte.

CBD bei spezifischen Epilepsie-Syndromen
Beim Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gestaut-Syndrom zeigen die Studien mit CBD gute Erfolge. Auch bei anderen Epilepsie-Syndromen wurde und wird geforscht. Hier sind die Ergebnisse unterschiedlich oder noch nicht vollständig.
Dravet-Syndrom − dramatische Verbesserungen
Das Dravet-Syndrom ist eine der schwersten Epilepsie-Varianten, die im kindlichen Alter auftreten. Meistens beginnt die Krankheit schon im ersten Lebensjahr und entwickelt sich wegen der schweren Krampfanfälle und Entwicklungsstörungen zu einer schweren Belastung für das erkrankte Kind und sein Umfeld.
In den GWPCARE-Studien reduzierte CBD die Häufigkeit schwerer konvulsiver Anfälle signifikant gegenüber Placebo. Viele Kinder erreichten deutliche Responder-Raten, einzelne wurden zeitweise sogar anfallsfrei.
Bei einer Krankheit, bei der klassische Epileptika zuvor nur begrenzt wirksam waren, galten die Ergebnisse von Cannabis bei Kindern als medizinischer Durchbruch.
Lennox-Gestaut-Syndrom
Beim Lennox-Gestaut-Syndrom kommt es zu unterschiedlichen schweren Anfallsarten. Darunter sind die Drop-Attacks, bei denen die Erkrankten plötzlich stürzen oder zusammensacken.
Bei vielen Patient*innen, die bereits erfolglos andere Antiepileptika versucht hatten, konnte in den Zulassungsstudien mit Epidyolex die Zahl der Anfälle deutlich reduziert werden.
Andere seltene Epilepsie-Syndrome
Auch bei anderen seltenen Epilepsie-Syndromen wie Tuberöse Sklerose, CDKL5-Defizienzsyndrom oder anderen genetischen Entwicklungs- und epileptischen Enzephalopathien erhofft man sich von CBD selbstverständlich ähnliche Effekte wie beim Lennox-Gestaut oder dem Dravet-Syndrom.
Beispielsweise konnte bei tuberöser Sklerose klinische Studien ebenfalls signifikante Anfallsreduktionen unter einer CBD-Therapie feststellen. Dadurch wurde Epidyolex® später auch für diese Erkrankung zugelassen.
Für andere seltene Syndrome liegen bislang vor allem kleinere Studien, Registerdaten oder Compassionate-Use-Erfahrungen vor.
Fokale Epilepsie bei Erwachsenen
Es gibt zwar ein großes Interesse daran, antikonvulsive Effekte von CBD auch bei fokalen Epilepsien bei Erwachsenen nachweisen zu können, die Studienlage ist hier jedoch weniger eindeutig als bei schweren kindlichen Epilepsie-Syndromen. Während einige Patient*innen von Verbesserungen berichten, konnten größere Studien bisher keine vergleichbar klaren Effekte wie bei Dravet- oder Lennox-Gastaut-Syndrom zeigen.

Praktische Anwendung von CBD bei Epilepsie
Meistens wird in der Behandlung von Epilepsien nicht nur CBD verschrieben, sondern mit Kombinations-Therapien gearbeitet. Da sich durch dadurch Wechselwirkungen bilden können, ist es besonders wichtig, die richtige Dosierung zu finden.
Dosierung und Titration
Im Normalfall tastet man sich langsam vor, um Schritt für Schritt zur passenden CBD-Dosis zu gelangen. Häufig beginnt die Behandlung mit etwa 2,5 mg/kg Körpergewicht, bevor die Dosis schrittweise gesteigert wird. Die Zieldosis liegt je nach Therapieansprechen oft zwischen 10 und 20 mg/kg täglich.
Kombination mit anderen Antiepileptika
Wird CBD mit anderen Antiepileptika eingenommen, kann es zu Nebenwirkungen kommen. Beispielsweise steigt der Wirkstoffspiegel von Clobazam durch die Einnahme von CBD möglicherweise an. Das ist einer der Gründe, warum Ärzt*innen bei der Titration besonders vorsichtig vorgehen und die Dosis nur langsam erhöhen.
Darreichungsformen für Kinder
Da Epidyolex vor allem Kindern verschrieben wird, die an Epilepsie leiden, achten Hersteller darauf, die Darreichungsform kindgerecht zu halten. Epidyolex wird oral verabreicht, damit man die Tropfen gut dosieren kann. Unter anderem wurde auch der Geschmack verbessert, damit die Einnahme leichter fällt.
Monitoring und Anpassungen
Während der Therapie kontrollieren die behandelnden Medizinerinnen unter anderem die Leberwerte und bitten die Patientinnen und Bezugspersonen darum, ein Anfallstagebuch zu schreiben, um mögliche Nebenwirkungen ausschließen zu können.
Nebenwirkungen und Sicherheit
Auch, wenn CBD vergleichsweise wenig Nebenwirkungen mit sich bringt: Die Wahrscheinlichkeit besteht. Vor allem bei höheren Dosierungen sollte man regelmäßige Kontrolltermine immer einhalten.
Häufige Nebenwirkungen
Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Müdigkeit, Schläfrigkeit, Durchfall, Appetitverlust und erhöhte Leberwerte. Viele Beschwerden treten vor allem während der Dosiseinstellung oder bei höheren Dosierungen auf. In den meisten Fällen lassen sich die Nebenwirkungen durch Dosis-Anpassungen reduzieren oder verschwinden ganz.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Schwere Cannabis-Nebenwirkungen gehören hinsichtlich CBD eher zu den seltenen Fällen, trotzdem sollte man für erste Anzeichen immer wachsam sein. Dazu gehören unter anderem deutliche Leberwerterhöhungen, schwere Hautreaktionen oder psychiatrische Veränderungen wie Suizidgedanken. Regelmäßige Blutkontrollen und eine engmaschige neurologische Betreuung helfen, sie frühzeitig zu erkennen.
Wechselwirkungen mit Antiepileptika
Es gibt Fälle, in denen CBD den Abbau anderer Medikamente beeinflusst hat. Dadurch kann sich der Wirkstoffspiegel verändern. Die Wechselwirkungen können zum Beispiel bei der Einnahme von Clobazam oder Valproat auftreten. Da CBD über bestimmte CYP-Enzyme verstoffwechselt wird, müssen Kombinationstherapien häufig individuell angepasst und regelmäßig überwacht werden.
Langzeitsicherheit
Da Epiyolex seit mehreren Jahren auf dem Markt ist, gibt es mittlerweile auch Langzeitstudien zur Einnahme. Die bisherigen Ergebnisse deuten insgesamt auf eine anhaltende Verträglichkeit unter langfristiger Therapie hin.
CBD-Produkte bei Epilepsie in Deutschland
Es gibt in Deutschland verschiedenste CBD-Produkte auf dem Markt, die unter bestimmten Bedingungen sogar frei verfügbar sind. Diese kann man jedoch nicht mit einem Arzneimittel wie Epidyolex vergleichen, das speziell für die Behandlung von schweren Epilepsie-Syndromen zugelassen ist.
Epidyolex-Verfügbarkeit in Deutschland
Epidyolex ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Es ist durch die EMA (European Medicine Agency) für bestimmte schwere therapieresistente Epilepsie-Syndrome wie Dravet-Syndrom, Lennox-Gastaut-Syndrom und Tuberöse Sklerose in Europa zugelassen.
Alternative CBD-Präparate
Bestimmte magistrale Rezepturen und andere pharmazeutische CBD-Produkte unterscheiden sich deutlich in ihrer Zusammensetzung und Qualität von pharmazeutischen, verschreibungspflichtigen Medikamenten, bei denen auf Standards geachtet wird. Bei Epilepsie ist es besonders wichtig, dass die Dosis reproduzierbar bleibt. Das ist bei nicht regulierten Präparaten oft nicht der Fall.

Kostenübernahme durch Krankenkassen
Unter bestimmten Voraussetzungen können gesetzliche Krankenkassen die Kosten für Epidyolex® übernehmen. Voraussetzung ist meist eine schwere therapieresistente Epilepsie mit entsprechender fachärztlicher Begründung.
Zukunftsperspektiven – Weitere Cannabis-Forschung
Die Forschung zu Cannabinoide und Epilepsie ist in voller Bewegung. Nachdem sich CBD bei einigen Syndromen bewiesen hat, werden nun auch andere Cannabinoide rege erforscht.
Andere Cannabinoide bei Epilepsie
Neben CBD untersuchen Forschende inzwischen auch andere Cannabinoide wie CBDV oder CBG. Bei CBDV deuten die ersten präklinischen Studien bereits auf antikonvulsive Effekte hin. Es bleibt also spannend.
Personalisierte Epilepsie-Therapie
Epilepsie kann ganz unterschiedlich verlaufen. Betroffene erleben die Krankheit oft sehr individuell. So variieren die Schwere und Häufigkeit von Anfällen von Person zu Person stark. Forschende hoffen deshalb, Therapien allgemein künftig stärker an die jeweilige Epilepsieform und individuelle Bedürfnisse anpassen zu können.
Das betrifft auch CBD-Therapien. In Zukunft könnten etwa Dosierungen, Kombinationen mit anderen Medikamenten oder bestimmte cannabinoidbasierte Wirkstoffe gezielter eingesetzt werden.
Häufige Fragen (FAQs) zu Cannabis bei Epilepsie
Ist CBD bei Epilepsie medizinisch zugelassen?
Epidyolex® (CBD) ist seit 2019 in Deutschland zur Zusatztherapie bei Kindern mit Lennox-Gastaut-Syndrom und Dravet-Syndrom zugelassen, und seit 2021 auch bei Anfällen im Zusammenhang mit Tuberöser Sklerose.
Wie wirksam ist CBD bei kindlichen Epilepsiesyndromen?
Placebo-kontrollierte Studien zeigten, dass CBD die Häufigkeit konvulsiver Anfälle beim Dravet-Syndrom und Sturzanfälle beim Lennox-Gastaut-Syndrom reduziert. Dies ist die erste Klasse-1-Evidenz für CBD bei Epilepsie.
Kann THC bei Epilepsie helfen oder schaden?
Die THC-Datenlage ist widersprüchlich. Einige Studien zeigen antikonvulsive Eigenschaften, während andere belegen, dass THC in seltenen Fällen Anfälle auslösen oder bestehende Epilepsien verstärken kann.
Gibt es Cannabis-Studien für erwachsene Epilepsiepatienten?
Für erwachsene Epilepsiepatienten fehlen belastbare Studien zur CBD-Wirksamkeit weitgehend. Die meisten Zulassungsstudien konzentrierten sich auf seltene kindliche Epilepsiesyndrome mit schwer behandelbaren Anfällen.
Welche Nebenwirkungen hat CBD bei Epilepsie?
Häufige CBD-Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Durchfall, Appetitlosigkeit und erhöhte Leberwerte. CBD kann auch Wechselwirkungen mit anderen Antiepileptika haben, besonders mit Valproinsäure und Clobazam.
Sollten Epilepsiepatienten CBD ausprobieren?
CBD sollte nur bei bestimmten Formen therapieresistenter Epilepsie und unter spezialisierter neurologischer Betreuung erwogen werden. Es ist ein Zusatztherapeutikum, nicht Erstlinientherapie.
Ob chronische Schmerzen, Schlafstörungen oder andere Beschwerden: medizinisches Cannabis kann eine wirksame Ergänzung zur bisherigen Therapie sein. Erfahre mehr über die verschiedenen Behandlungsgebiete und finde unter unseren medizinischen Cannabissorten das passende Produkt für deine Situation.
Autoren

Lea Hauke
LinkedInLea Hauke ist zweisprachige Texterin und Spezialistin für Lokalisierung (Deutsch/Englisch) mit Fokus auf klare und präzise Kommunikation in komplexen und regulierten Bereichen. Seit über fünf Jahren unterstützt sie internationale Unternehmen dabei, Inhalte für den DACH-Markt sprachlich und kulturell passend aufzubereiten.
Ihre Erfahrung umfasst unter anderem SaaS, Finanzen, Bildung sowie Inhalte für internationale Zielgruppen im deutschsprachigen Raum. Dabei arbeitet sie an der Schnittstelle von Copywriting und Transcreation, um Inhalte auch bei sensiblen Themen wie Gesundheit verständlich, vertrauenswürdig und markenkonform zu gestalten.
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