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Cannabis bei Reizdarmsyndrom: Was Studien zur Cannabistherapie zeigen

Cannabis bei Reizdarmsyndrom: Was Studien zur Cannabistherapie zeigen

Autorin Aya Sakr

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Aya Sakr

26.08.202611 Min. zum Lesen
Cannabis bei Reizdarmsyndrom: Was Studien zur Cannabistherapie zeigen

Reizdarmsyndrom gehört zu den häufigsten Diagnosen in der Gastroenterologie und dennoch bleibt die Standardtherapie bei einem erheblichen Teil der Betroffenen unzureichend.


Kann medizinisches Cannabis hier eine therapeutische Lücke schließen? Erste wissenschaftliche Studien beschäftigen sich intensiv mit der Wirkung auf die Darmbewegung, die Schmerzverarbeitung und die sensible Verbindung zwischen Darm und Psyche und zeichnen ein differenziertes Bild, wie sich im Folgenden zeigt.


Cannabis-Reizdarm kurz gefasst: Während erste Daten zu Cannabis-IBS auf eine potenzielle Linderung von Beschwerden hindeuten, steht der finale wissenschaftliche Beleg noch aus. Ob medizinisches Cannabis die Verdauung nachhaltig beeinflusst, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.


Reizdarmsyndrom (IBS) verstehen


Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Darmerkrankung. Das bedeutet: Es lässt sich keine strukturelle Ursache wie eine Entzündung oder eine sichtbare Darmschädigung finden, obwohl die Beschwerden real und oft stark belastend sind. Für die Diagnose gelten heute die Rome-IV-Kriterien: wiederkehrende Bauchschmerzen an mindestens einem Tag pro Woche über drei Monate, verbunden mit mindestens zwei weiteren Merkmalen, etwa einem Zusammenhang mit dem Stuhlgang oder einer veränderten Stuhlfrequenz oder -form.


Wie häufig das Reizdarmsyndrom vorkommt, hängt stark davon ab, welche Kriterien eine Studie zugrunde legt. Die Angaben reichen von etwa 4 Prozent bis zu über 10 Prozent der Bevölkerung weltweit. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer, ein Grund dafür ist bislang nicht bekannt.


Die Lebensqualität leidet oft erheblich, auch wenn die Erkrankung selbst nicht gefährlich ist. Ein wichtiger Baustein für das Verständnis ist die sogenannte Darm-Hirn-Achse, also die enge Verbindung zwischen Verdauungssystem und Nervensystem; dazu später mehr.


IBS-Subtypen und Symptome

IBS-Subtypen und Symptome


Je nachdem, welche Stuhlform überwiegt, unterscheidet man vier Subtypen: IBS-C mit vorwiegender Verstopfung, IBS-D mit vorwiegendem Durchfall, IBS-M als Mischform und IBS-U, wenn sich das Muster keiner der anderen Kategorien zuordnen lässt. Grundlage dieser Einteilung ist die Bristol-Stuhlformen-Skala, die das Aussehen des Stuhls in sieben Typen einteilt.


Neben Bauchschmerzen und veränderten Stuhlgewohnheiten gehören Blähungen und ein Völlegefühl zu den häufigsten Beschwerden. Wie stark die Symptome ausfallen, schwankt von Person zu Person und oft auch von Tag zu Tag. Das ist ein Grund, warum das Reizdarmsyndrom im Alltag so schwer vorhersehbar sein kann.


Darm-Hirn-Achse bei IBS


Darm und Gehirn stehen über Nervenbahnen, Hormone und Darmmikrobiom in ständigem Austausch, in beide Richtungen. Stress kann die Darmfunktion messbar verändern, und umgekehrt können Vorgänge im Darm Stimmung und Stressempfinden beeinflussen. Bei Menschen mit Reizdarmsyndrom scheint diese Kommunikation gestört zu sein.


Viszerale Hypersensitivität heißt hier das Stichwort: Reize, die bei den meisten Menschen kaum spürbar wären, werden im entzündungsfreien, aber überempfindlichen Darm als Schmerz wahrgenommen. Auch die Darmflora könnte dabei mitmischen, ganz geklärt ist das aber noch nicht.


Herkömmliche IBS-Behandlung


In Deutschland orientiert sich die Behandlung an der S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM). Da das Reizdarmsyndrom sehr unterschiedlich verlaufen kann, ist die Behandlung entsprechend individuell und setzt sich meist aus mehreren Bausteinen zusammen: Ernährung, Medikamente und (bei Bedarf) psychotherapeutische Unterstützung.


Medikamentöse Therapie


Es gibt kein Medikament, das die Ursache des Reizdarmsyndroms behandelt, die Therapie richtet sich stattdessen nach dem führenden Symptom. Bei Krämpfen kommen Spasmolytika wie Butylscopolamin oder Mebeverin zum Einsatz, bei Durchfall kurzzeitig Loperamid, bei Verstopfung Laxanzien vom Macrogol-Typ. In schwereren Fällen mit deutlicher Beeinträchtigung der Lebensqualität kann niedrig dosiertes Amitriptylin helfen, ein Medikament, das ursprünglich gegen Depressionen entwickelt wurde und hier über seine Wirkung auf die Darm-Hirn-Achse eingesetzt wird.


Diätetische Ansätze


Unter den Ernährungsansätzen schneidet die Low-FODMAP-Diät mit Abstand am besten ab. FODMAPs sind kurzkettige Kohlenhydrate, die im Dünndarm schlecht aufgenommen werden und im Dickdarm rasch vergären, was Blähungen, Schmerzen und einen weichen Stuhl auslösen kann. Die Diät läuft in drei Phasen ab: Zunächst werden FODMAP-reiche Lebensmittel für einige Wochen gemieden, danach werden sie einzeln wieder eingeführt, um die persönliche Verträglichkeit zu testen, und schließlich wird ein individueller Ernährungsplan für den Alltag erstellt. Wegen ihrer restriktiven Natur sollte die Diät idealerweise unter fachlicher Begleitung erfolgen.


Cannabis und Darmmotilität

Cannabis und Darmmotilität


Das Endocannabinoid-System (ECS) ist im gesamten Verdauungstrakt aktiv und beeinflusst unter anderem Darmbewegung, Sekretion und Schmerzverarbeitung. Genau diese Funktionen sind beim Reizdarmsyndrom gestört, weshalb das ECS aus wissenschaftlicher Sicht ein naheliegender Ansatzpunkt ist. Eine aktuelle Übersichtsarbeit in Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology beschreibt das System entsprechend als “logisches molekulares Ziel“ für die Behandlung, betont aber gleichzeitig, dass groß angelegte klinische Studien zur Wirkung von Cannabis noch fehlen.


Cannabinoidrezeptoren im Darm


Im Darm kommen vor allem zwei Rezeptortypen vor. CB1-Rezeptoren sitzen im enterischen Nervensystem und bremsen die Darmbewegung, wenn sie aktiviert werden. Sie wirken hier ähnlich wie eine Handbremse für die Darmmuskulatur. CB2-Rezeptoren finden sich vor allem auf Immunzellen im Darm und sind eher an Entzündungsprozessen und der Schmerzverarbeitung beteiligt.


Ganz so einfach ist die Sache aber nicht: Cannabinoide wirken nicht immer in eine Richtung. Eine aktuelle Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 fasst zusammen, dass präklinische Daten sowohl hemmende als auch anregende Effekte auf die Darmbewegung zeigen. Je nach Dosis, Cannabinoid-Typ und physiologischem Kontext. Während eine Aktivierung des CB1-Rezeptors überwiegend spasmolytisch wirkt und die Darmbewegung verlangsamt, wurden in bestimmten Konstellationen auch prokinetische, also motilitätsfördernde Effekte beobachtet. Für die Praxis bedeutet das: Welcher Effekt überwiegt, lässt sich nicht pauschal vorhersagen, sondern hängt vom Einzelfall ab.


Eine erste pharmakogenetische Studie von Wong und Kolleg:innen aus dem Jahr 2011 fand bei Menschen mit nicht-verstopfungsdominantem Reizdarmsyndrom eine verlangsamte Darmbewegung unter Dronabinol. Der Effekt zeigt sich besonders deutlich bei Teilnehmenden mit einer bestimmten genetischen Variante des CB1-Rezeptors. Eine Folgestudie derselben Arbeitsgruppe aus dem Jahr 2012, diesmal gezielt bei Patient:innen mit Durchfall-Subtyp, maß den gleichen Effekt erneut, er fiel jedoch deutlich schwächer aus. Als mögliche Gründe nannten die Autor:innen unterschiedliche Messmethoden (Manometrie versus Radioszintigrafie) sowie eine kleinere Teilnehmerzahl.


Einige Jahre später untersuchte eine niederländische Arbeitsgruppe in der sogenannten CANdidate-Studie einen CBD-haltigen Kaugummi bei Frauen mit Reizdarmsyndrom über acht Wochen. Auf Gruppenebene ergab sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen CBD und Placebo bei den Schmerzwerten, auffällig war zudem, dass die Teilnehmerinnen den Kaugummi insgesamt seltener nutzten als im Studiendesign vorgesehen. Die eingangs erwähnte Übersichtsarbeit von 2022 fasst diese Entwicklung so zusammen: Trotz einer soliden theoretischen Grundlage im Tiermodell und in der Rezeptorforschung fehlen weiterhin die großen, methodisch robusten klinischen Studien, um eine routinemäßige Empfehlung für Cannabis bei Reizdarmsyndrom auszusprechen.


Mehr zu den grundlegenden Wirkmechanismen von CBD kannst du in unserem Beitrag zur CBD-Wirkung nachlesen.


Cannabis bei IBS-Symptomen


Was bei Reizdarmsyndrom zu Cannabis vorliegt, stammt größtenteils aus kleinen und kurzen Studien. Für konkrete Wirkversprechen reicht das nicht aus, für eine erste Einordnung schon.


Die Logik dahinter ist einfach, sobald man sie einmal gesehen hat: Bei IBS-D transportiert der Darm zu schnell, eine leichte Bremsung über CB1 könnte helfen. Bei IBS-C ist ohnehin schon zu wenig Bewegung im Spiel, genau dieser Bremseffekt wäre hier eher hinderlich. CBD spielt nach anderen Regeln: Es dockt kaum direkt an CB1 oder CB2 an, sondern mischt sich eher indirekt ein, etwa über TRPV1-Kanäle und den Abbau körpereigener Endocannabinoide. Überzeugend ist die Idee allemal, ein sauberes Experiment, das Cannabis getrennt nach Subtyp testet, steht allerdings noch aus.


Viszerale Schmerzen


Schon 2007 zeigte eine placebokontrollierte Studie von Esfandyari und Kolleg:innen, dass Dronabinol die viszerale Empfindlichkeit verbessern und den Dickdarm entspannen konnte. Eine einzelne Studie dieser Größe begründet allerdings keine allgemeine Empfehlung, und die weiter oben beschriebene CANdidate-Studie bestätigt dies.


Beim Warum lohnt sich ein Blick auf TRPV1, einen Rezeptor, der Schmerzreize aus dem Darm weiterleitet und eng mit dem Endocannabinoid-System verzahnt ist. CBD kann diesen Kanal beeinflussen und den Abbau körpereigener schmerzmodulierender Substanzen wie Anandamid oder Palmitoylethanolamid (PEA) verlangsamen, ein plausibler Mechanismus, für den der klinische Beleg beim Reizdarmsyndrom bislang aussteht.


Auch die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. zählt das Reizdarmsyndrom explizit zu den Indikationen, bei denen sich bislang keine eindeutigen Verbesserungen durch cannabisbasierte Arzneimittel zeigen ließen. Eine Einschätzung, die zur oben beschriebenen Studienlage passt.


Stress und Angst bei IBS


Chronischer Stress kann die Zahl der CB1-Rezeptoren im Körper verringern und gleichzeitig die Stressachse (die sogenannte HPA-Achse) aktivieren. Ein Zusammenspiel, das die viszerale Schmerzempfindlichkeit erhöhen kann und einen Teufelskreis aus Stress, gestörter Darmfunktion und wiederum mehr Stress begünstigt.


Was folgt daraus für Cannabis? CBD wird in diesem Zusammenhang diskutiert, weil es in anderen Anwendungsbereichen angstlösend wirkt und über die bereits erwähnten TRPV1- und Anandamid-Mechanismen auch stressbezogene Prozesse beeinflussen könnte. Für das Reizdarmsyndrom speziell ist das noch mehr Theorie als Beleg: Die meisten Erkenntnisse stammen aus der allgemeinen Stress- und Angstforschung, nicht aus IBS-Studien selbst.


Wer sich näher mit der Verbindung zwischen Angst und Cannabis beschäftigen möchte, findet mehr dazu in unserem Beitrag zu Cannabis bei Angststörungen.


IBS-Behandlung bei Releaf


Reizdarmsyndrom ist bei Releaf als eigenes Behandlungsgebiet gelistet. Medizinisches Cannabis kann dort als unterstützende Maßnahme Krämpfe, Übelkeit und Schmerzempfinden reduzieren und den Appetit stabilisieren, ausdrücklich als Ergänzung zur Basistherapie, nicht als deren Ersatz. Ein ärztliches Team, unter anderem unter der Leitung von Dr. Hans Werner, der seit 2017 auf medizinisches Cannabis spezialisiert ist, prüft, ob dieser Ansatz für die individuelle Symptomatik infrage kommt.


Da sich das Reizdarmsyndrom von Person zu Person sehr unterschiedlich äußert, wird die Cannabis Sortenauswahl am führenden Symptom ausgerichtet, etwa Schmerzen, Stuhlveränderungen oder einer begleitenden Angstsymptomatik. Eine vollständige Übersicht der verfügbaren Präparate finden Interessierte im medizinischen Cannabis-Online-Shop von Releaf.


Personalisierte Cannabinoid-Therapie

Personalisierte Cannabinoid-Therapie


Weil sich die vier IBS-Subtypen in ihrer Symptomatik unterscheiden, lässt sich auch keine pauschale Cannabis-Empfehlung aussprechen. Bei überwiegend schmerz- und krampfbedingten Beschwerden wird in der Praxis häufig ein anderer Ansatz gewählt als bei Stuhlveränderungen im Vordergrund. Die Titration, also das langsame Herantasten an eine wirksame und gut verträgliche Dosis, spielt dabei eine zentrale Rolle, ebenso wie der Zeitpunkt der Einnahme im Verhältnis zu Mahlzeiten oder erwarteten Stresssituationen.


Integration mit Lifestyle-Faktoren


Cannabis ersetzt keine der etablierten Therapiebausteine, sondern kann sie allenfalls ergänzen. Vier Bereiche bleiben zentral: Bei der Ernährung bleibt die Low-FODMAP-Diät der am besten belegte Ansatz. Wer zusätzlich Cannabis anwendet, sollte die Einnahme möglichst nicht als Ausrede nutzen, um auf eine strukturierte Ernährungsumstellung zu verzichten.


Beim Schlaf gilt: Schlafmangel kann die viszerale Schmerzempfindlichkeit weiter erhöhen und Symptome verstärken, wodurch ein Kreislauf aus schlechtem Schlaf und mehr Beschwerden entstehen kann. Manche Patient:innen berichten hier von einer unterstützenden Wirkung abendlicher Cannabis-Einnahme, kontrollierte Studien speziell zu IBS und Schlaf fehlen jedoch.


Beim Stress knüpft die Behandlung an die weiter oben beschriebene Darm-Hirn-Achse an: Entspannungstechniken, Bewegung und gegebenenfalls eine Psychotherapie wie die kognitive Verhaltenstherapie gehören zu den in der Leitlinie empfohlenen Bausteinen.


Die Kombination dieser Elemente ist entscheidend: Wer Ernährung, Schlaf und Stressmanagement außer Acht lässt und ausschließlich auf Cannabis setzt, wird nach aktuellem Kenntnisstand voraussichtlich weniger von der Behandlung profitieren.


Sicherheit und langfristige Anwendung


Zur Langzeitanwendung von Cannabis speziell bei Reizdarmsyndrom gibt es kaum Daten, die meisten Studien umfassten nur wenige Wochen. Wie bei jeder Dauertherapie sollte deshalb regelmäßig überprüft werden, ob der wahrgenommene Nutzen die Kosten, den Aufwand und mögliche Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Schwindel weiterhin rechtfertigt. Eine engmaschige ärztliche Begleitung hilft dabei, Dosierung und Anwendungsform bei Bedarf anzupassen.


Seit dem 1.April 2024 gilt medizinisches Cannabis in Deutschland nicht mehr als Betäubungsmittel und kann auf einem regulären Rezept verschrieben werden. Zuständig für die Regulierung ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das ausdrücklich betont, keine Angaben zur individuellen therapeutischen Anwendung machen zu können, diese Einschätzung bleibt der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt vorbehalten.


Häufige Fragen zu Cannabis bei Reizdarmsyndrom


Hilft Cannabis bei jedem Reizdarm-Subtyp gleich gut?


Nein, das ist nach aktueller Studienlage nicht anzunehmen. Die verfügbare Forschung bezieht sich meist auf einzelne Subtypen, etwa den Durchfall-dominanten Typ, und lässt sich nicht ohne Weiteres auf andere Verläufe übertragen.


Kann CBD allein Reizdarmbeschwerden lindern?


Die aussagekräftigste verfügbare Studie zu CBD allein fand keinen signifikanten Unterschied zu Placebo bei Schmerzwerten. Das schließt individuelle Wirkung nicht aus, zeigt aber, dass CBD als Monotherapie keine verlässliche Lösung ist.


Wie unterscheidet sich Reizdarmsyndrom von Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn?


Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Störung ohne nachweisbare Entzündung der Darmschleimhaut. Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn sind dagegen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen mit sichtbaren strukturellen Veränderungen im Darm.


Verstärkt Cannabis Angstzustände bei Reizdarm-Patient:innen?


Das hängt vom individuellen Cannabinoid-Verhältnis ab. THC kann in höheren Dosen Angst eher verstärken, während CBD in der Regel angstlösend wirkt. Eine ärztliche Einschätzung hilft, das passende Verhältnis zu finden.


Wirkt Dronabinol speziell bei IBS-D (Durchfall-Subtyp)?


Die wichtigste Studie dazu stammt aus dem Jahr 2011 und zeigte eine verlangsamte Darmbewegung unter Dronabinol bei nicht-verstopfungsdominantem Reizdarmsyndrom, besonders bei einer bestimmten genetischen Variante. Eine Folgestudie speziell bei IBS-D aus dem Jahr 2012 konnte diesen Effekt jedoch nur abgeschwächt bestätigen, weshalb sich daraus noch keine verlässliche Empfehlung ableiten lässt.


Möchtest du mehr erfahren? Informiere dich bei Releaf, wie du ein Cannabis-Rezept beantragen kannst.

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Autoren

Autorin Aya Sakr

Aya Sakr

Aya Sakr ist freiberufliche Übersetzerin und Copywriterin für internationale Marken und Unternehmen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht immer, komplexe Themen in klare, zielgruppengerechte und leicht verständliche Texte zu verwandeln – sprachlich präzise und abgestimmt auf die jeweilige Markenstimme. Mit fundiertem akademischem Hintergrund in Germanistik sorgt sie für überzeugenden Content, der Leser:innen begeistert und die Unternehmensziele optimal unterstützt.

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