Diskrete Lieferung nach Hause in 2 Stunden

Cannabis bei Migräne: Natürliche Behandlung von Kopfschmerzen

Cannabis bei Migräne: Natürliche Behandlung von Kopfschmerzen

Lea Hauke Autor von medizinischen Cannabis

Autor

Lea Hauke

21.08.202611 Min. zum Lesen
Cannabis bei Migräne: Natürliche Behandlung von Kopfschmerzen

Wenn du mit Migräne lebst, dann kennst du solche Situationen wahrscheinlich zur Genüge: Manchmal musst du Pläne spontan absagen, um dich in einen dunklen Raum zurückzuziehen, weil dich die Schmerzen lahmlegen. Migräneattacken können die Lebensqualität enorm einschränken. Leider springen manche Patient:innen auf herkömmliche Schmerzmittel nicht an.


Zwar stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, doch nicht jede Behandlung hilft ausreichend oder wird gut vertragen. Neben etablierten Therapien wird auch der Einsatz von medizinischem Cannabis bei Migräne erforscht. In diesem Artikel erfährst du, was die Studienlage bisher zeigt, welche Chancen und Grenzen eine Cannabistherapie hat und worauf du achten solltest.


Migräne verstehen – Mehr als nur Kopfschmerzen


Wer unter Migräne leidet, weiß, dass Migräne weiter über gewöhnliche Kopfschmerzen hinausgeht. Migräneanfälle können manchmal Stunden bis Tage dauern und den Alltag von Betroffenen erheblich einschränken. Häufig kommen auch andere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder eine starke Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen dazu.


Was passiert bei einer Migräne?


Früher gingen Wissenschaftler:innen bei Migräne von einer Gefäßerkrankung aus. Obwohl die Ursachen für Migräne noch nicht vollständig geklärt sind, weiß man heute, dass dahinter komplexe Prozesse im Gehirn stehen, die zu einer Überempfindlichkeit des Nervensystems führen.


Während einer Migräneattacke werden unter anderem Schmerzsignale über den sogenannten Trigeminusnerv verarbeitet und Botenstoffe wie das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) freigesetzt. Diese tragen dazu bei, Entzündungsprozesse und Schmerzen auszulösen oder zu verstärken.


Neben einer genetischen Veranlagung können verschiedene Faktoren wie hormonelle Veränderungen, Stress oder Schlafmangel eine Attacke begünstigen. Allerdings unterscheiden sich die persönlichen Auslöser oft von Mensch zu Mensch.


Symptome und Migräneformen

Symptome und Migräneformen


Migräne äußert sich meist als pulsierender, mittelstarker bis starker Kopfschmerz, der häufig nur eine Kopfseite betrifft. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter Übelkeit sowie einer erhöhten Licht-, Geräusch- oder Geruchsempfindlichkeit. Körperliche Aktivität kann die Beschwerden verstärken.


Dabei gibt es nicht nur eine Form der Migräne, sondern mehrere. Am häufigsten ist Migräne ohne Aura. Bei Migräne mit Aura treten zu Kopfschmerzen vorübergehende neurologische Symptome wie Sehstörungen, Kribbeln oder Sprachprobleme auf.


Neben Migräne mit und ohne Aura unterscheidet man außerdem zwischen episodischer und chronischer Migräne. Von einer chronischen Migräne spricht man, wenn an mindestens 15 Tagen pro Monat über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten Kopfschmerzen auftreten, von denen mindestens acht Tage die Kriterien einer Migräne erfüllen.


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?


Man kann Migräne nach aktuellem Stand nicht heilen. Bei der Behandlung geht es vor allem darum, die Symptome gut zu managen und zukünftige Anfälle zu reduzieren. Bei starken Schmerzen werden häufig Schmerzmittel oder spezielle Migränemedikamente wie Triptane angewendet.


Wenn Anfälle sehr häufig auftreten, stehen vorbeugende Maßnahmen im Vordergrund. Hier erhalten die Migränekranken häufig Betablocker, bestimmte Antiepileptika oder moderne CGRP-Antikörper.


Leidest du unter Migräne, hast du vielleicht schon beobachtet, dass Anfälle weniger häufig auftreten, wenn du genug schläfst und dich regelmäßig bewegst. Es hilft auch, darauf zu achten, welche Trigger zu einem Anfall führen, weil das von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann.


Kann Cannabis bei Migräne helfen?


Neben gängigen Behandlungsmöglichkeiten wird auch der Einfluss von Cannabis auf Migräne untersucht, da die Stoffe in der Cannabispflanze, die Cannabinoide, auf das Endocannabinoid-System einwirken, das unter anderem für die Regulation von Schmerzen zuständig ist. Ob sich diese theoretischen Zusammenhänge tatsächlich in einem therapeutischen Nutzen widerspiegeln, wird derzeit in klinischen Studien untersucht.


Das Endocannabinoid-System und Migräne


Das Endocannabinoid-System ist ein körpereigenes Signalsystem, das unter anderem an der Regulation von Schmerz, Entzündungsprozessen und der Kommunikation zwischen Nervenzellen beteiligt ist. Da diese Prozesse auch bei Migräne eine Rolle spielen, vermuten Forschende seit einigen Jahren einen Zusammenhang zwischen dem Endocannabinoid-System und der Erkrankung.


Eine der diskutierten Erklärungen für Migräne ist die sogenannte Clinical Endocannabinoid Deficiency (CED). Diese Hypothese geht davon aus, dass eine verminderte Aktivität des Endocannabinoid-Systems zur Entstehung bestimmter Erkrankungen wie Migräne beitragen könnte. Einzelne Studien liefern Hinweise auf Veränderungen des Endocannabinoid-Systems bei Menschen mit Migräne. Ob CED tatsächlich eine Ursache der Erkrankung ist, konnte bislang jedoch nicht eindeutig nachgewiesen werden.


Wie THC und CBD wirken könnten


THC wirkt berauschend und beeinflusst unter anderem Signalwege, die an der Verarbeitung von Schmerz beteiligt sind. CBD wirkt nicht berauschend und wird ebenfalls im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen und chronischen Schmerzen erforscht. Welche Rolle CBD speziell bei Migräne spielt, ist nach aktuellem Forschungsstand jedoch noch nicht abschließend geklärt.


Da sich THC und CBD in ihrer Wirkung unterscheiden, untersuchen Studien sowohl THC-dominante als auch kombinierte THC-CBD-Präparate. Welche Zusammensetzung bei Migräne möglicherweise am sinnvollsten ist, lässt sich derzeit jedoch noch nicht beantworten.


Akuttherapie oder Prophylaxe?


Cannabis ist in der Forschung für Migräne auf zwei Arten relevant. Es wird untersucht, ob medizinisches Cannabis einen akuten Migräneanfall lindern kann, aber auch, ob es die Häufigkeit zukünftiger Attacken beeinflussen kann. Diese beiden Behandlungsziele sollten jedoch getrennt betrachtet werden, da sie unterschiedliche Anforderungen an eine Therapie stellen.


Die verfügbaren Studien zum Thema verwenden unterschiedliche Präparate, Dosierungen und Behandlungszeiträume, sodass sich die Ergebnisse nur eingeschränkt miteinander vergleichen lassen. Deshalb gibt es derzeit keine allgemeingültigen Empfehlungen für den Einsatz bei Migräne.


Was sagt die Studienlage?

Was sagt die Studienlage?


Die Forschung zu Cannabis und Migräne existiert, ist aber ausbaufähig. Der Konsens ist: Es braucht weitere, umfassende Studien zum Thema, um Aussagen verlässlich treffen zu können.


Ergebnisse klinischer Studien


Erste klinische Studien liefern Hinweise darauf, dass medizinisches Cannabis Migränebeschwerden bei manchen Betroffenen lindern könnte. Besonders interessant ist eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie aus dem Jahr 2025 zur Akutbehandlung von Migräne. Darin führte eine Kombination aus THC und CBD häufiger zu einer Schmerzlinderung und Schmerzfreiheit nach zwei Stunden als ein Placebo. Auch nach 24 und 48 Stunden hielten die positiven Effekte bei einem Teil der Teilnehmenden an.


Ein THC-dominiertes Präparat verbesserte zwar ebenfalls die Schmerzlinderung, erreichte jedoch nicht alle weiteren Endpunkte der Studie. Ein CBD-dominiertes Präparat zeigte dagegen keinen Vorteil gegenüber Placebo. Schwere Nebenwirkungen traten in der Studie nicht auf.


Erkenntnisse aus Reviews und Metaanalysen


Die Ergebnisse von Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zum Thema Cannabis und Migräne zeigen, dass noch viel Forschungsbedarf besteht. Obwohl medizinisches Cannabis bei einigen Patient:innen die Häufigkeit von Migräneattacken, Begleitsymptome wie Übelkeit sowie die Lebensqualität verbessern konnte, kommen die Ergebnisse aus vergleichsweise kleinen Studien mit nur wenig Teilnehmenden.


Zudem unterscheiden sich die verwendeten Cannabispräparate, Dosierungen und Anwendungsformen deutlich. Deshalb reichen die bisherigen Erkenntnisse noch nicht aus, um allgemeingültige Empfehlungen für den Einsatz bei Migräne abzuleiten.


Was bedeuten die Ergebnisse für Betroffene?


Die Erkenntnisse sind zum jetzigen Zeitpunkt uneindeutig. Was bedeutet das also für Betroffene?


Die bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass medizinisches Cannabis für manche Menschen mit Migräne eine Behandlungsoption sein könnte. Das gilt insbesondere dann, wenn etablierte Therapien nicht ausreichend wirken oder nicht gut vertragen werden. Gleichzeitig sprechen nicht alle Patient:innen gleichermaßen auf die Behandlung an, und auch mögliche Risiken und Nebenwirkungen müssen bei der Behandlung mit Cannabis berücksichtigt werden. Ob sie daher infrage kommt, hängt also nach wie vor vom individuellen Fall ab. Pauschale Aussagen lassen sich nicht treffen.


Bei welchen Kopfschmerzformen wird Cannabis untersucht?


Nicht jede Art von Migräne ist auf dem gleichen Forschungsstand. Die meisten Arbeiten beschäftigen sich mit episodischer und chronischer Migräne.


Episodische und chronische Migräne


Die meisten Studien untersuchen Menschen mit episodischer oder chronischer Migräne. Dabei wird sowohl der mögliche Einsatz zur Akutbehandlung als auch zur Vorbeugung von Migräneattacken erforscht. Ob bestimmte Patient:innengruppen stärker von einer Cannabistherapie profitieren als andere, lässt sich nach aktuellem Forschungsstand jedoch noch nicht sicher beantworten.


Cluster-Kopfschmerzen


Zu Cluster-Kopfschmerzen und medizinischem Cannabis gibt es vereinzelte Studien. Die Daten, die bisher verfügbar sind, sind aber sehr begrenzt und liefern kein einheitliches Bild. Ob Cannabis bei dieser seltenen Kopfschmerzform einen therapeutischen Nutzen haben kann, müssen weitere Studien zeigen.


Spannungskopfschmerzen


Für Spannungskopfschmerzen gibt es bislang kaum aussagekräftige Untersuchungen zum Einsatz von medizinischem Cannabis. Entsprechend lässt sich derzeit nicht beurteilen, ob eine Cannabistherapie bei dieser Kopfschmerzform sinnvoll sein könnte.


Praktische Anwendung bei Migräne


Wenn medizinisches Cannabis Teil deiner Behandlung wird, stellt sich schnell die nächste Frage: Wie läuft die Therapie eigentlich ab? Anders als viele vermuten, gibt es nicht die eine Cannabis-Sorte oder eine Standarddosierung. Stattdessen wird die Behandlung individuell auf deine Beschwerden und deine persönliche Situation abgestimmt.


Darreichungsformen und Dosierung


Medizinisches Cannabis gibt es nicht nur als Blüten, sondern auch als Extrakte oder Öle. Je nachdem, wie Ärzt:innen deine Situation beurteilen, können verschiedene Cannabis-Darreichungsformen für dich infrage kommen.


Bei der Dosierung von Cannabis gilt meistens das Prinzip “start low, go slow”. Du fängst also mit einer niedrigeren Dosis an und steigerst diese langsam, sollten die gewünschten Effekte nicht eintreten. Da es auch über die Zeit zu Veränderungen kommen kann und eventuell eine Toleranz aufbaust, kann es Sinn machen, die Dosis unter ärztlicher Absprache zu steigern oder zu verringern.


Kombination mit anderen Migränetherapien


Eine Cannabistherapie ersetzt bestehende Migränemedikamente nicht, kann aber je nach Situation als Ergänzung zu anderen Therapien dienen. Dazu gehören beispielsweise Medikamente zur Akutbehandlung von Migräneattacken oder vorbeugende Therapien.


Da Cannabis den Abbau von Medikamenten beeinflussen kann, sollte eine Kombination immer ärztlich begleitet werden. So lässt sich prüfen, ob Anpassungen der bestehenden Medikation erforderlich sind und mögliche Nebenwirkungen frühzeitig erkannt werden.


Cannabis als Teil eines individuellen Therapiekonzepts

Cannabis als Teil eines individuellen Therapiekonzepts


Bei der Behandlung einer Migräne reicht ein einzelner Therapieansatz häufig nicht aus. Neben Medikamenten können auch Maßnahmen wie ein regelmäßiger Schlafrhythmus, Bewegung oder das Erkennen persönlicher Trigger dazu beitragen, Migräneattacken besser zu kontrollieren.


Wenn medizinisches Cannabis eingesetzt wird, ist es daher meist Teil eines individuellen Behandlungskonzepts. Welche Maßnahmen sinnvoll kombiniert werden, hängt von der jeweiligen Krankengeschichte und den persönlichen Therapiezielen ab.


Risiken und Grenzen einer Cannabistherapie


Beim Gebrauch von Cannabis kann es zu Nebenwirkungen kommen. Gleichzeitig spricht nicht jede Person gleichermaßen auf die Behandlung an. Deshalb wiegt man den Nutzen und mögliche Risiken vor Beginn einer Therapie sorgfältig gegeneinander ab.


Häufige Nebenwirkungen und Kontraindikationen


Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Cannabis gehören Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten und Mundtrockenheit. Insbesondere zu Beginn der Therapie können diese Beschwerden verstärkt auftreten, wenn die passende Dosis noch nicht ganz gefunden wurde. In der Regel verschwinden diese Symptome nach einigen Stunden wieder.


Für manche Menschen kommt eine Cannabistherapie jedoch nicht infrage oder nur unter besonderer Vorsicht. Da Cannabis in manchen Fällen auch Psychosen begünstigen kann, zählen dazu unter anderem Personen mit bestimmten psychiatrischen Vorerkrankungen. Aber auch bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen raten Ärzt:innen von Cannabis ab. Ob medizinisches Cannabis geeignet ist, kommt immer auf den individuellen Fall an und wird ärztlich abgeklärt.

Kann Cannabis Kopfschmerzen verschlimmern?


Das klingt zunächst widersprüchlich: Wenn Cannabis gegen Migräne untersucht wird, kann es dann gleichzeitig auch Kopfschmerzen verschlimmern? Tatsächlich wird genau das derzeit erforscht.


Ein möglicher Zusammenhang besteht mit dem sogenannten Medication Overuse Headache (MOH). Dabei können Kopfschmerzen entstehen oder zunehmen, wenn bestimmte Medikamente über einen längeren Zeitraum zu häufig eingesetzt werden.


Eine Beobachtungsstudie bei Menschen mit chronischer Migräne fand einen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Cannabiskonsum und einem häufigeren Auftreten von Medication Overuse Headache. Da es sich jedoch nicht um eine randomisierte Studie handelt und weitere Einflussfaktoren eine Rolle gespielt haben könnten, lässt sich daraus nicht schließen, dass Cannabis den Kopfschmerz verursacht. Weitere hochwertige Studien sind notwendig, um diesen möglichen Zusammenhang besser zu verstehen.


Häufige Fragen zu Cannabis bei Migräne


Kann medizinisches Cannabis Migräne heilen?


Nach aktuellem Wissensstand lässt sich Migräne nicht heilen. Ziel einer Behandlung ist es, Migräneattacken zu lindern, ihre Häufigkeit zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern. Ob medizinisches Cannabis dabei helfen kann, hängt von der individuellen Situation ab und wird derzeit weiter erforscht.


Hilft THC oder CBD besser bei Migräne?


Dazu gibt es bisher keine eindeutige Antwort. Während einige Studien Vorteile für THC-haltige oder kombinierte THC-CBD-Präparate zeigen, konnte CBD allein bislang keine überzeugenden Ergebnisse liefern. Welche Rolle die einzelnen Cannabinoide bei der Migränebehandlung spielen, ist Gegenstand aktueller Forschung.


Kann medizinisches Cannabis zusammen mit Triptanen eingenommen werden?


Cannabinoide können den Abbau anderer Medikamente im Körper beeinflussen. Dadurch können sich deren Wirkung oder Nebenwirkungen verändern. Deshalb solltest du alle Medikamente, die du einnimmst, vor Beginn einer Cannabistherapie mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem behandelnden Arzt besprechen.


Wann kommt medizinisches Cannabis bei Migräne infrage?


Eine Cannabistherapie kann in Betracht gezogen werden, wenn etablierte Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichend wirken oder nicht gut vertragen werden. Ob medizinisches Cannabis im Einzelfall sinnvoll sein könnte, hängt unter anderem von der Krankengeschichte, bisherigen Therapien und möglichen Begleiterkrankungen ab.


Welche Nebenwirkungen können bei einer Cannabistherapie auftreten?


Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit und Konzentrationsstörungen. Vor allem zu Beginn der Behandlung können diese Beschwerden vorübergehend stärker ausgeprägt sein. Deshalb wird die Therapie in der Regel mit einer niedrigen Dosis begonnen und bei Bedarf schrittweise angepasst.


Übernehmen Krankenkassen die Kosten für medizinisches Cannabis bei Migräne?


Getrocknete Cannabisblüten werden seit dem 30. Juli 2026 nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Sie können weiterhin ärztlich verschrieben werden, müssen aber selbst bezahlt werden.


Für standardisierte Cannabisextrakte sowie Arzneimittel mit Dronabinol oder Nabilon ist eine Kostenübernahme grundsätzlich noch möglich. Dafür muss unter anderem eine schwerwiegende Erkrankung vorliegen, eine geeignete Standardtherapie fehlen oder im Einzelfall nicht anwendbar sein und eine begründete Aussicht auf eine spürbare Besserung bestehen. Da Cannabis bei Migräne keine etablierte Standardtherapie ist und die Wirksamkeit bislang nicht ausreichend belegt ist, dürfte eine Kostenübernahme nur in besonders begründeten Einzelfällen infrage kommen.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Diesen Artikel teilen

facebooktwitterwhatsapplinkedin

URL teilen

Autoren

Lea Hauke Autor von medizinischen Cannabis

Lea Hauke

LinkedIn

Lea Hauke ist zweisprachige Texterin und Spezialistin für Lokalisierung (Deutsch/Englisch) mit Fokus auf klare und präzise Kommunikation in komplexen und regulierten Bereichen. Seit über fünf Jahren unterstützt sie internationale Unternehmen dabei, Inhalte für den DACH-Markt sprachlich und kulturell passend aufzubereiten.

Ihre Erfahrung umfasst unter anderem SaaS, Finanzen, Bildung sowie Inhalte für internationale Zielgruppen im deutschsprachigen Raum. Dabei arbeitet sie an der Schnittstelle von Copywriting und Transcreation, um Inhalte auch bei sensiblen Themen wie Gesundheit verständlich, vertrauenswürdig und markenkonform zu gestalten.

redaktionelle Richtlinien

Alle unsere Artikel werden von Expert:innen für medizinisches Cannabis verfasst. Dabei folgen wir strengen Richtlinien zur Quellenrecherche und verweisen auf begutachtete Studien sowie seriöse wissenschaftliche Publikationen. Unser klinisches Expertenteam und unsere Compliance-Spezialist:innen liefern bei Bedarf wertvolle Fachbeiträge, um die inhaltliche Genaugigkeit sicherzustellen.

Verwandte Artikel

Entdecke hilfreiche Einblicke zu Gesundheit, Wohlbefinden und medizinischem Cannabis in unserem Blog.