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Medizinisches Cannabis bei Migräne

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die den Alltag vieler Betroffener stark einschränkt. Die Anfälle gehen oft mit pulsierenden Kopfschmerzen, Übelkeit sowie einer ausgeprägten Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen einher. Manche Menschen erleben zusätzlich eine Aura mit vorübergehenden Seh- oder Gefühlsstörungen. Die Beschwerden können mehrere Stunden anhalten, gelegentlich auch deutlich länger.


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Was ist Migräne?

Migräne verläuft in wiederkehrenden Attacken. Typisch sind meist einseitige, pulsierende Kopfschmerzen, die sich bei Bewegung verstärken können. Häufig kommen Übelkeit, Erbrechen oder eine starke Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen hinzu. Bei einem Teil der Betroffenen kündigt sich der Anfall durch eine Aura mit Flimmern, Gesichtsfeldausfälle, Kribbeln oder Sprachstörungen an.


Wie häufig die Attacken auftreten, ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen haben nur wenige Anfälle im Jahr, andere leiden mehrmals im Monat darunter. Auch Dauer und Stärke variieren. Die Behandlung richtet sich deshalb nach dem persönlichen Verlauf. Zur Akuttherapie gehören unter anderem Schmerzmittel und Triptane. Bei häufigen oder besonders belastenden Attacken kommen zusätzlich vorbeugende Medikamente, regelmäßige Bewegung, Entspannungsverfahren und ein geregelter Schlafrhythmus infrage.


Cannabis bei Migräne – aktueller Forschungsstand


Forschungsarbeiten zu Cannabis und Migräne stammen bislang meist aus Beobachtungsstudien, Patientenbefragungen oder kleineren klinischen Untersuchungen. Teilweise berichten Teilnehmende über weniger Attacken, eine geringere Schmerzintensität oder einen niedrigeren Bedarf an Akutmedikamenten. Solche Ergebnisse sind interessant, beantworten aber noch nicht, welche Wirkstoffe, Dosierungen oder Darreichungsformen tatsächlich geeignet wären.


Hinzu kommt, dass sich die Studien in wichtigen Punkten unterscheiden. Verwendet wurden verschiedene THC- und CBD-haltige Produkte, oftmals ohne einheitliche Dosierung. Auch die untersuchten Patientengruppen waren nicht immer vergleichbar. Daraus ergibt sich bislang kein verlässlicher Behandlungsstandard.


Medizinisches Cannabis gehört nicht zur regulären Migränetherapie. Vorrang haben Verfahren, deren Nutzen besser belegt ist. Bei einem möglichen Einsatz müssen zudem Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder eine Verstärkung psychischer Beschwerden berücksichtigt werden. Auch mögliche Wechselwirkungen mit bereits verordneten Arzneimitteln spielen eine Rolle. Eine bestehende Migränebehandlung sollte nicht eigenständig verändert oder abgesetzt werden.


Hinweis: Bei Releaf kannst Du ärztlich prüfen lassen, ob die Anwendung von medizinischem Cannabis angezeigt ist.