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Medizinisches Cannabis bei Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz. Schreitet die Krankheit weiter fort, nehmen Gedächtnis, Orientierung und Alltagskompetenz zunehmend ab. Zusätzlich entwickeln viele Betroffene Beschwerden wie Unruhe, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit, die sowohl für sie selbst als auch für Angehörige belastend sein können.


Medizinisches Cannabis wird bei Alzheimer nicht mit dem Ziel eingesetzt, den Verlauf der Erkrankung zu beeinflussen. Stattdessen untersuchen Studien, ob sich einzelne belastende Begleitsymptome wie Unruhe, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit bessern lassen. Die bisher vorliegenden Daten reichen jedoch nicht aus, um eine allgemeine Empfehlung für den Einsatz cannabinoidhaltiger Arzneimittel auszusprechen.

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Was ist Alzheimer?

Bei der fortschreitenden neurodegenerativen Erkrankung Morbus Alzheimer verlieren die Nervenzellen im Gehirn nach und nach ihre Funktion und sterben schließlich ab. Erste Anzeichen sind häufig Gedächtnisprobleme und Schwierigkeiten, neue Informationen zu behalten. Im weiteren Verlauf können Orientierung, Sprache, Aufmerksamkeit und selbst alltägliche Fähigkeiten zunehmend beeinträchtigt werden.


Viele Menschen mit Alzheimer entwickeln zusätzlich Verhaltensänderungen oder psychische Begleiterscheinungen. Dazu gehören beispielsweise innere Unruhe, Schlafstörungen, Ängste, depressive Verstimmungen oder Appetitverlust. Diese Beschwerden können den Alltag erheblich erschweren. Auch für Angehörige ist dies belastend.


Behandelt wird Alzheimer rein symptomatisch. Ziel ist es, vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Zum Einsatz kommen Medikamente, kognitive Förderung sowie pflegerische und psychosoziale Maßnahmen.


Cannabis bei Alzheimer – aktueller Forschungsstand


Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu medizinischem Cannabis bei Alzheimer sind bislang begrenzt. Viele Studien wurden nur mit wenigen Teilnehmenden durchgeführt, sodass ihre Ergebnisse nur eingeschränkt aussagekräftig sind. Zwar zeigen einzelne Untersuchungen mögliche Verbesserungen bei Verhaltensauffälligkeiten oder dem Appetit, insgesamt lässt sich daraus jedoch keine allgemeine Empfehlung für den Einsatz bei Alzheimer ableiten.


Gerade bei älteren Menschen ist besondere Vorsicht geboten. Viele nehmen bereits mehrere Medikamente ein, wodurch das Risiko für Wechselwirkungen und unerwünschte Wirkungen steigen kann. Vor einer möglichen Behandlung werden deshalb die persönliche Krankengeschichte, bestehende Begleiterkrankungen und die aktuelle Medikation sorgfältig geprüft. Wenn medizinisches Cannabis überhaupt eingesetzt wird, steht die Linderung einzelner belastender Beschwerden im Vordergrund. Einen nachgewiesenen Einfluss auf den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung gibt es bislang nicht.


Ob medizinisches Cannabis eine geeignete Behandlungsoption sein kann, lässt sich nur individuell beurteilen. Bei Releaf kannst Du Deine Beschwerden ärztlich prüfen lassen und erfährst, ob eine Behandlung angezeigt ist.