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Cannabis ohne Rezept: Das ist in Deutschland 2026 legal

Cannabis ohne Rezept: Das ist in Deutschland 2026 legal

Birgit Spalt-Zoidl Autor von medizinischen Cannabis

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Birgit Spalt-Zoidl

12.08.20267 Min. zum Lesen
Cannabis ohne Rezept: Das ist in Deutschland 2026 legal

Was jahrzehntelang komplett verboten war, ist seit 2024 in Deutschland legal: der Besitz und Konsum von Cannabis ohne Rezept. Bereits 2017 gab es erste Lockerungen zum vormaligen kompletten Cannabisverbot in Deutschland, als durch das Gesetz „Cannabis als Medizin“ zumindest einige medizinische Anwendungen von Cannabis legalisiert wurden. Damals war Cannabis allerdings noch als Betäubungsmittel gelistet und konnte nur in Ausnahmefällen verschrieben werden.


Wenn du mehr über die Geschichte der Cannabis-Legalisierung in Deutschland erfahren möchtest, lies gerne unseren Artikel zu diesem Thema. Hier gehen wir nun zur Hauptfrage dieses Artikels über: Was bedeutet die Teillegalisierung für Personen, die Cannabis ohne Rezept konsumieren möchten?


Cannabisgesetz (CanG) 2024: Cannabis ohne Rezept legal


Das Cannabisgesetz (CanG) regelte die Situation 2024 völlig neu: Cannabis wurde offiziell von der Liste der Betäubungsmittel gestrichen und ist nun für die medizinische Nutzung mit regulärem Rezept in der Apotheke erhältlich. Außerdem wurde Cannabis für den Freizeitkonsum unter einigen Einschränkungen legalisiert, sodass in Deutschland heute auch Cannabis ohne Rezept legal ist.


Um die rechtliche Situation für Cannabis für den Freizeitkonsum und die medizinische Nutzung entsprechend ihrer individuellen Anforderungen zu regeln, wurde das CanG in zwei Artikel gegliedert, nämlich das Konsumcannabisgesetz (KCanG) und das Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG).


Zwei der wichtigsten Unterschiede zwischen Cannabis für den Freizeitkonsum und Medizinalcannabis sind:


  • Als Patient:in darfst du Medizinalcannabis in Apotheken kaufen, Cannabis für den Freizeitkonsum hingegen darf nirgends kommerziell verkauft werden.
  • Erwachsene dürfen Cannabis für den Freizeitkonsum mit bis zu drei Cannabispflanzen selbst anbauen, dieses Cannabis aus dem Eigenanbau aber nicht medizinisch nutzen.

Im Weiteren sehen wir uns die Unterschiede zwischen Cannabis ohne Rezept und Cannabis mit Rezept etwas genauer an.


Medizinische Nutzung: Cannabis mit Rezept

Medizinische Nutzung: Cannabis mit Rezept


Medizinisches Cannabis ist in Deutschland laut MedCanG rezept- und apothekenpflichtig. Das bedeutet, dass alle Ärzt:innen außer Zahn- und Tierärzt:innen Cannabis für deine medizinische Behandlung verschreiben dürfen und du es als Patient:in in deutschen Apotheken legal kaufen darfst.


Medizinisches Cannabis ist ein Arzneimittel und wird immer unter ärztlicher Anleitung und für bestimmte Beschwerden und Krankheitsbilder eingesetzt. Da es Nebenwirkungen hat und in Kombination mit anderen Medikamenten gefährliche Wechselwirkungen hervorrufen kann, ist Cannabis für medizinische Zwecke nicht frei verkäuflich und du solltest niemals selbst angebautes Cannabis als Medizin verwenden. Wende dich unbedingt an deine:n behandelnde:n Arzt:Ärztin, wenn du dich für eine Cannabistherapie interessierst.


Ein Vorteil von Cannabis mit Rezept ist, dass du dir der hohen Qualität absolut sicher sein kannst. Das in Apotheken verkaufte medizinische Cannabis stammt aus kontrolliertem Anbau und wird zusätzlich in der Apotheke noch einmal auf Qualität, Verunreinigungen und Wirkstoffgehalt geprüft. Zudem unterstützen dich Ärzt:innen und Apotheker:innen mit Anweisungen zur richtigen Dosierung und sicheren Anwendung von Medizinalcannabis, um Nebenwirkungen und etwaige Risiken so gering wie möglich zu halten.


Hinzu kommt, dass für Cannabispatient:innen etwa im Straßenverkehr und auch am Arbeitsplatz weniger strenge Regeln gelten – das bedeutet allerdings nicht, dass du als Patient:in einen Freifahrtschein hast und machen kannst, was du willst. Details zu deinen Rechten und Pflichten am Arbeitsplatz und als Verkehrsteilnehmer:in findest du in unseren Artikeln zu diesen Themen.


Wenn medizinisches Cannabis auf Rezept keine Option ist, probieren manche Patient:innen CBD-Produkte aus. Diesen fehlt das psychoaktive THC, dem die meisten Wirkungen bei der Cannabistherapie zugeschrieben wird – und auch wenn die Wirkung von CBD-Produkten noch wenig erforscht ist, berichten viele Patient:innen von positiven Effekten. Sei hier jedoch vorsichtig, da es bei Nahrungsergänzungsmitteln wie CBD-Öl laut Verbraucherzentrale immer wieder Probleme gibt.


Freizeitkonsum: Cannabis ohne Rezept


Alle Erwachsenen, die in Deutschland Cannabis als Genussmittel in ihrer Freizeit konsumieren möchten, dürfen das laut Gesetz und haben zwei legale Möglichkeiten, ihr Konsumcannabis ohne Rezept zu beschaffen: Entweder die Mitgliedschaft in einer Anbauvereinigung (Cannabis Social Club, CSC) oder den Eigenanbau mit bis zu drei Cannabispflanzen. Cannabis für den Freizeitkonsum zu kaufen ist allerdings in jedem Fall illegal.


Wenn du einen grünen Daumen und genügend Platz hast, ist der Eigenanbau von Cannabis durchaus eine spannende Möglichkeit, ohne Rezept an Cannabis für den Eigenbedarf zu kommen. Online gibt es unzählige Anleitungen zum Anbau von Cannabis und in Foren findest du jede Menge Tipps dazu – ein bisschen Recherche zahlt sich hier aus, da Cannabispflanzen zwar prinzipiell robust sind, aber durchaus regelmäßige Betreuung brauchen. Der Erfolg des Eigenanbaus und der Wirkstoffgehalt der Blüten hängt stark von Faktoren wie der richtigen Beleuchtung, Wasserqualität, Temperatur und Schimmelkontrolle ab.


Wenn dir der Eigenanbau zu aufwendig ist, solltest du einem der zugelassenen Cannabis Social Clubs beitreten, um legal Cannabis ohne Rezept zu beziehen. Davon gibt es aktuell etwa 430 in ganz Deutschland, sodass du bestimmt einen in deiner Nähe findest. Im April 2026 hat der Deutsche Hanfverband eine Liste der deutschen Anbauvereinigungen exklusive Bayern veröffentlicht, welche jedoch nicht laufend aktualisiert wird. Sie ist auf jeden Fall ein guter Startpunkt für alle, die sich für eine Mitgliedschaft in einem CSC interessieren.


Für Anbauvereinigungen und die Ausgabe von Cannabis ohne Rezept an Mitglieder gilt:


  • An Mitglieder zwischen 18–21 Jahre dürfen maximal 30 g Cannabis pro Monat abgegeben werden und dieses Cannabis darf einen THC-Gehalt von 10 % nicht überschreiten.
  • An Mitglieder ab 21 Jahren dürfen maximal 50 g Cannabis pro Monat abgegeben werden und es gibt keine Grenze für den THC-Gehalt.
  • Anbauvereinigungen müssen immer nicht-kommerziell organisiert sein. Meistens erheben sie einen jährlichen Mitgliedsbeitrag und berechnen für das abgegebene Cannabis einen Selbstkostenbeitrag, dessen Höhe vom jeweiligen Cannabisprodukt abhängt.
  • Das abgegebene Cannabis darf nur für den Freizeitkonsum und nicht für eine medizinische Therapie genutzt werden.

Weitere Informationen zum Konsumcannabisgesetz und wie Minderjährige und gefährdete Personen geschützt werden sollen, erfährst du im verlinkten Beitrag des Bundesministerium für Gesundheit.


Releaf Deutschland: Wenn medizinisches Cannabis notwendig ist

Releaf Deutschland: Wenn medizinisches Cannabis notwendig ist


Wenn du Cannabis nicht für den Freizeitkonsum nutzen möchtest, sondern als medizinische Therapie in Erwägung ziehst, gibt es keine Möglichkeit, legal Cannabis ohne Rezept zu beziehen. Wie oben bereits erwähnt, muss eine medizinische Therapie immer ärztlich begleitet werden, um gefährliche Neben- und Wechselwirkungen bestmöglich zu vermeiden. Patient:innen, die sich für eine Cannabistherapie interessieren, sollten sich also unbedingt an ihre behandelnden Ärzt:innen wenden.


Mit Releaf Deutschland ist der Zugang zu medizinischem Cannabis besonders unkompliziert, da unser Prozess vollkommen digital ist: Füll dazu einfach online unseren Gesundheitsfragebogen aus und gib deine Bestellung auf. Unser Ärzt:innen-Team rund um Dr. Hans Werner prüft deine Situation und stellt dir dein Rezept aus, wenn die Cannabistherapie bei dir sinnvoll ist. Dieses Rezept übermitteln wir dann an eine unserer Partnerapotheken, welche dir dein Medizinalcannabis direkt nach Hause schickt.


FAQ: Cannabis ohne Rezept


Ist der Kauf von Cannabis ohne Rezept seit 2024 legal?


Nein, der Kauf von Cannabis ohne Rezept ist in jedem Fall illegal. Erwachsene dürfen seit 1. April 2024 bis zu drei Cannabispflanzen für den Eigenanbau besitzen und im öffentlichen Raum bis zu 25 g Cannabis bei sich tragen. Außerdem dürfen Anbauvereinigungen bis zu 50 g Cannabis pro Monat an ihre Mitglieder abgeben und dafür einen Selbstkostenanteil erheben, jedoch keine Gewinne machen. Für Medizinalcannabis mit ärztlicher Verschreibung gelten andere Regeln.


Wo kann ich legal Cannabis ohne Rezept erwerben?


Aktuell ist es in Deutschland nicht möglich, Cannabis ohne Rezept legal zu erwerben. Die einzige Möglichkeit der Beschaffung von Konsumcannabis ist neben dem Eigenanbau die Mitgliedschaft in einer Anbauvereinigung, in der du monatlich bis zu 50 g Cannabis bekommen kannst und dafür neben der Mitgliedschaft den Selbstkostenanteil bezahlen musst.


Darf ich Cannabis ohne Rezept öffentlich konsumieren?


Ja, der Cannabis-Konsum ist grundsätzlich auch in der Öffentlichkeit legal. Aus Gründen des Kinder- und Jugendschutzes darf Cannabis allerdings nicht in einem 100-Meter-Radius rund um Schulen, Kindergärten, Spielplätzen, Jugendeinrichtungen und Sportplätzen konsumiert werden. Zusätzlich gilt in Fußgängerzonen zwischen 7:00 und 20:00 Uhr ein Konsumverbot.


Welche Strafen drohen bei illegalem Cannabis-Besitz?


Wenn du als Freizeitkonsument:in mehr als die zugelassenen 25 g Cannabis ohne Rezept im öffentlichen Raum bei dir trägst oder in den Verbotszonen Cannabis konsumierst, kann das zu Geldstrafen von 250–1.000 € führen. Bei Jugendlichen unter 21 Jahren gelten strengere Regeln.


Darf ich nach dem Konsum von Cannabis ohne Rezept Auto fahren?


Beim Autofahren gilt ein Grenzwert von 3,5 ng THC pro ml Blutserum. Grundsätzlich darfst du unter Einhaltung dieser Grenze also nach dem Konsum von Cannabis ohne Rezept Auto fahren – tu das aber niemals, wenn du dich in irgendeiner Form beeinträchtigt fühlst. Bei Fahrer:innen unter 21 Jahren gilt ein niedrigerer Grenzwert von 1 ng/ml.


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Birgit Spalt-Zoidl Autor von medizinischen Cannabis

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Birgit Spalt-Zoidl ist Übersetzerin, Copywriterin und Tone-of-Voice-Beraterin für große und kleine Firmen. Im Zentrum steht bei ihren Texten und Übersetzungen immer, dass sie für die Leser:innen gut verständlich sind und die Inhalte zu den Zielen sowie der Markenstimme des jeweiligen Unternehmens passen. Sie schreibt leicht lesbare Texte und bereitet komplexe Sachverhalte so auf, dass sie greifbar und klar werden.

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