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Glückliches Gefühl durch Medizinalcannabis

Eine veränderte Stimmung während der Cannabis-Therapie kann verschiedene Gründe haben. Mitunter kann sich ein glückliches Gefühl entwickeln. Genauso kann sich das Befinden verbessern, weil die eigentlichen Beschwerden weniger belasten. Gehen etwa Schmerzen zurück oder gelingt das Schlafen wieder besser, wirkt sich diese Entlastung häufig auch auf den Alltag aus. Welche dieser Veränderungen auftreten und wie sie empfunden werden, ist individuell verschieden.

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Warum kann sich die Stimmung während einer Cannabis-Therapie verändern?

THC entfaltet seine psychoaktive Wirkung vor allem über die CB1-Rezeptoren im Gehirn. Sie spielen bei verschiedenen Vorgängen eine Rolle. Darunter bei der Verarbeitung von Gefühlen, Erinnerungen und Sinneseindrücken. Dockt THC an diese Rezeptoren an, kann sich deshalb auch die eigene Wahrnehmung verändern. Das wird jedoch sehr unterschiedlich erlebt. Einige Menschen fühlen sich glücklich oder entspannter. Andere nehmen keine Veränderung wahr oder es entstehen sogar unangenehme Gefühle.


Wie THC die Stimmung beeinflusst, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Mehr davon bedeutet nicht automatisch mehr Entspannung oder ein angenehmeres Gefühl. Mit steigender Dosis können sich manche Effekte sogar ins Gegenteil verkehren und Unruhe, Angst oder Herzklopfen auslösen. Eine Rolle spielt dabei nicht nur die Dosis. Auch persönliche Erfahrungen mit Cannabis, die Art der Anwendung, bestehende Erkrankungen oder andere Medikamente können beeinflussen, wie die Wirkung wahrgenommen wird.


Macht medizinisches Cannabis bei Depressionen glücklicher?


Dass Cannabis bei manchen Menschen vorübergehend ein glückliches Gefühl auslöst, bedeutet nicht, dass damit eine Depression behandelt werden kann. Depressionen sind komplexe Erkrankungen. Ein kurzfristig verändertes Empfinden ist deshalb nicht mit einer antidepressiven Wirkung gleichzusetzen.


Wie schon zuvor erwähnt, macht Cannabis nicht automatisch glücklich. Besonders THC kann sehr unterschiedlich wirken. Bei bestehenden psychischen Erkrankungen ist deshalb besondere Vorsicht erforderlich.


Ein Glücksgefühl hervorzurufen, gehört nicht zu den Zielen einer Cannabis-Therapie. Zwar kann sich die Stimmung während der Behandlung verändern, doch das allein sagt wenig über den Therapieerfolg aus. Wichtiger ist, wie sich die eigentlichen Beschwerden entwickeln, ob die vereinbarten Behandlungsziele erreicht werden und wie die Patientin oder der Patient auf das Arzneimittel reagiert.