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Albernheit als mögliche Wirkung von medizinischem Cannabis
Oftmals wird Cannabis mit ausgelassenem Lachen und Albernheit in Verbindung gebracht. Zurückzuführen ist dies in der Regel auf den Freizeitkonsum. Auf medizinisches Cannabis lässt sich dies nicht übertragen. Dennoch berichten einzelne Patientinnen und Patienten, dass sie sich während einer Behandlung zeitweise lockerer fühlen oder häufiger lachen müssen. Das kommt vor. Andere bemerken dagegen keine Veränderung ihrer Stimmung oder erleben die Wirkung völlig anders.
Wie medizinisches Cannabis empfunden wird, hängt von vielen Einflüssen ab. Eine zuverlässige Vorhersage ist nicht möglich. Außerdem gehört eine alberne Stimmung nicht zu den Zielen einer medizinischen Therapie. Hier sind die Behandlung der jeweiligen Erkrankung und die Linderung belastender Symptome wichtig.
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Wann kann medizinisches Cannabis zu einer albernen Stimmung führen?
Ein veränderte Stimmung kann unter der Anwendung von Medizinalcannabis auftreten. So beispielsweise eine größere Gelassenheit, spontane Heiterkeit oder ein verstärktes Bedürfnis zu lachen. Solche Reaktionen können mit höheren THC-Dosen in Verbindung stehen. Sie treten jedoch nicht regelmäßig auf und unterscheiden sich deutlich zwischen einzelnen Personen. Einfluss hat auch die Dosierung. Während eine niedrige Dosis von manchen Menschen als angenehm empfunden wird, können höhere Dosierungen die Wahrnehmung auf andere Weise verändern. Möglich ist sogar das Auftreten unangenehmer Gefühle.
Persönliche Faktoren wie die aktuelle Stimmung, frühere Erfahrungen mit Cannabis oder die Umgebung während der Anwendung beeinflussen ebenfalls die Cannabiswirkung. Deshalb gibt es keine allgemeingültige Aussage darüber, ob medizinisches Cannabis eine alberne Stimmung auslösen kann. Solche Effekte sind lediglich mögliche Begleiterscheinung und nicht das gewünschte Behandlungsergebnis.
Kann eine alberne Stimmung medizinisch von Bedeutung sein?
Eine alberne Stimmung ist kein therapeutisches Ziel einer Cannabis-Behandlung. Manche Patientinnen und Patienten berichten jedoch, dass sie sich nach einer Linderung belastender Symptome insgesamt leichter oder unbeschwerter fühlen. Dieser Eindruck kann entstehen, wenn anhaltende Schmerzen, Muskelverspannungen oder andere Beschwerden den Alltag weniger stark bestimmen. Hier ist dann das persönliche Wohlbefinden betroffen und nicht die eigentliche Erkrankung.
In der medizinischen Praxis richtet sich eine Cannabis-Therapie deshalb immer nach der zugrunde liegenden Diagnose und den individuellen Beschwerden. Ob chronische Schmerzen, Spastik oder andere Erkrankungen behandelt werden können, entscheidet sich anhand der jeweiligen medizinischen Voraussetzungen. Eine zeitweise heitere oder albern wirkende Stimmung kann dabei als Begleiterscheinung auftreten. Sie ist jedoch weder vorhersehbar noch Bestandteil der angestrebten Wirkung eines Cannabis-Arzneimittels.



