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Medizinisches Cannabis bei Tumorschmerzen

Tumorschmerzen gehören für viele Menschen mit einer Krebserkrankung zum Alltag. Sie können direkt durch den Tumor entstehen oder als Folge einer Operation, Bestrahlung oder medikamentösen Behandlung auftreten. Art und Stärke der Beschwerden unterscheiden sich dabei deutlich von Person zu Person.

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Was sind Tumorschmerzen?

Tumorschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Häufig entstehen sie, wenn ein Tumor auf Nerven, Knochen oder anderes Gewebe drückt. Schmerzen können jedoch ebenso durch diagnostische Eingriffe oder Krebstherapien wie Operationen, Chemotherapie oder Bestrahlung ausgelöst werden.


Die Beschwerden äußern sich nicht bei allen Betroffenen gleich. Manche verspüren einen anhaltenden dumpfen Schmerz, andere berichten über stechende, brennende oder einschießende Schmerzen. Auch der Verlauf ist unterschiedlich. Während einige Beschwerden dauerhaft bestehen, treten andere nur zeitweise oder in Schüben auf.


Welche Behandlung infrage kommt, richtet sich nach der Ursache der Schmerzen und dem individuellen Bedarf. Neben klassischen Schmerzmitteln werden häufig Opioide oder Arzneimittel gegen Nervenschmerzen eingesetzt. Ergänzend können physiotherapeutische Maßnahmen, psychoonkologische Unterstützung oder palliativmedizinische Angebote helfen, die Beschwerden besser zu bewältigen und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.


Cannabis bei Tumorschmerzen - aktueller Forschungsstand


Ob medizinisches Cannabis Tumorschmerzen lindern kann, wird seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht. Im Mittelpunkt stehen vor allem Arzneimittel mit THC, CBD oder einer Kombination beider Wirkstoffe. Sie kommen vor allem dann infrage, wenn etablierte Behandlungsverfahren allein nicht den gewünschten Erfolg bringen.


Die bisherige Studienlage bleibt allerdings uneinheitlich. In einigen Untersuchungen gingen Schmerzintensität oder allgemeine Beschwerden zurück. Andere Studien fanden dagegen keinen deutlichen Vorteil gegenüber der Standardtherapie. Auch aktuelle Übersichtsarbeiten kommen deshalb zu dem Schluss, dass die wissenschaftliche Evidenz derzeit begrenzt ist.


Neben möglichen Effekten auf die Schmerzen wurden auch Begleitbeschwerden untersucht. Dazu zählen unter anderem Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen, die viele Menschen während einer Krebserkrankung zusätzlich belasten.


Eine Behandlung mit medizinischem Cannabis ersetzt die leitliniengerechte Schmerztherapie nicht. Falls eine ergänzende Therapie erwogen wird, berücksichtigen Ärztinnen und Ärzte unter anderem die Art der Schmerzen, den bisherigen Behandlungsverlauf, Begleiterkrankungen und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln.


Du möchtest mehr über Deine persönlichen Behandlungsmöglichkeiten erfahren? Bei Releaf kannst Du Deine Beschwerden ärztlich beurteilen lassen. Ob medizinisches Cannabis infrage kommt, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.