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Medizinisches Cannabis beim prämenstruellen Syndrom (PMS)

Viele Frauen bemerken bereits einige Tage vor der Menstruation körperliche oder emotionale Veränderungen. Typisch sind Spannungsgefühle in der Brust, Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Stimmungsschwankungen. Bei manchen sind die Beschwerden nur leicht ausgeprägt, bei anderen beeinträchtigen sie Beruf, Freizeit und soziale Kontakte deutlich.


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Was ist das prämenstruelle Syndrom?

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) beschreibt wiederkehrende Beschwerden, die in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus auftreten und meist mit Beginn der Menstruation wieder nachlassen. Die Symptome können körperlicher oder psychischer Natur sein. Betroffene berichten über Unterleibsschmerzen, Wassereinlagerungen, Brustspannen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit oder eine gedrückte Stimmung.


Wie stark PMS ausgeprägt ist, unterscheidet sich erheblich. Während manche Frauen nur geringe Beschwerden verspüren, erleben andere eine deutliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Die Behandlung richtet sich nach den individuellen Symptomen und kann unter anderem Lebensstilmaßnahmen, Schmerzmittel, hormonelle Verfahren oder psychotherapeutische Unterstützung umfassen.


Cannabis beim prämenstruellen Syndrom – aktueller Forschungsstand


Ob Medizinalcannabis Beschwerden des prämenstruellen Syndroms lindern kann, wurde bislang nicht in klinischen Studien untersucht. Belastbare Daten fehlen insbesondere für den routinemäßigen Einsatz von medizinischem Cannabis bei PMS. Deshalb existieren derzeit keine Leitlinien, die medizinisches Cannabis als Standardbehandlung empfehlen.


Theoretisch wird diskutiert, ob Cannabinoide einzelne Begleitsymptome wie Schmerzen oder Schlafstörungen beeinflussen könnten. Für diese Annahmen liegen bislang jedoch keine ausreichenden Nachweise vor. Hinzu kommt, dass THC-haltige Arzneimittel je nach Dosierung und individueller Veranlagung unerwünschte psychische Wirkungen hervorrufen können. Eine pauschale Empfehlung ist daher nicht möglich. Wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten und den Alltag erheblich beeinträchtigen, sollte zunächst die Ursache ärztlich abgeklärt werden.


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