Medizinisches Cannabis bei Morbus Crohn
Morbus Crohn verläuft in Schüben und kann Betroffene über viele Jahre begleiten. Typische Beschwerden der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung sind Bauchschmerzen, anhaltende Durchfälle mit oder ohne Blutbeimengung, Gewichtsverlust und ausgeprägte Müdigkeit.
Es stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, um die Entzündung zu kontrollieren und Schübe möglichst zu verhindern. Nicht alle Patientinnen und Patienten sprechen jedoch auf diese Therapien an. Viele Betroffene leiden zudem unter den Nebenwirkungen der Arzneimittel.
Schnell erhalten
Versandart
Keine Produkte gefunden
Was ist Morbus Crohn?
Die chronischen Entzündungen können den gesamten Verdauungstrakt vom Mund bis zum After betreffen. Am häufigsten bilden sich diese am Übergang zwischen Dünn- und Dickdarm sowie im Dickdarm selbst. Charakteristisch ist, dass sich die Entzündungen abschnittsweise entwickeln und alle Wandschichten des Darms erfassen können.
Akute Schüben gehen mit verschiedenen Symptomen einher, darunter Bauchschmerzen, Durchfälle, Gewichtsverlust und allgemeine Erschöpfung. Manche Betroffene entwickeln zusätzlich Fisteln, Abszesse oder Verengungen des Darms. Auch Beschwerden außerhalb des Verdauungstrakts, beispielsweise an Gelenken, Haut oder Augen, können auftreten.
Behandelt wird Morbus Crohn anhand der Schwere und Ausdehnung der Erkrankung. Kortikosteroide, Immunsuppressiva und Biologika sind häufig eingesetzte Arzneimittel. Ziel ist es, die Entzündung zu kontrollieren, Beschwerden zu lindern und längere beschwerdefreie Phasen zu erreichen. Ergänzend spielen Ernährung, Bewegung und regelmäßige ärztliche Kontrollen eine wichtige Rolle.
Cannabis bei Morbus Crohn - aktueller Forschungsstand
Viele Menschen mit Morbus Crohn leiden besonders unter chronischen Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Schlafstörungen. Da diese Beschwerden die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können, wird seit einigen Jahren untersucht, ob Medizinalcannabis unterstützend wirken kann.
Kleinere klinische Studien und Beobachtungsstudien weisen darauf hin, dass einige Patientinnen und Patienten unter einer Behandlung mit Cannabinoiden über weniger Bauchschmerzen, einen verbesserten Appetit oder eine höhere Lebensqualität berichten. Vereinzelt wurde auch eine geringere Krankheitsaktivität beobachtet. Allerdings konnten die bisherigen Studien nicht überzeugend nachweisen, dass medizinisches Cannabis die zugrunde liegende Entzündung des Darms dauerhaft reduziert oder den Krankheitsverlauf günstig beeinflusst.
Etablierte Standardtherapien können durch medizinisches Cannabis bei Morbus Crohn nicht ersetzt werden. Sie können vielmehr als ergänzende Therapie in Betracht gezogen werden, wenn belastende Beschwerden trotz einer leitliniengerechten Behandlung bestehen bleiben und andere Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben oder starke Nebenwirkungen auftreten.
Hinweis: Eine Diagnose allein entscheidet nicht darüber, ob Medizinalcannabis verordnet werden kann. Bei Releaf wird Deine persönliche Situation ärztlich beurteilt, bevor über eine mögliche Behandlung entschieden wird.