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Medizinisches Cannabis bei Gastrointestinalstörung

Beschwerden im Magen-Darm-Trakt gehören zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch. Hinter einer Gastrointestinalstörung können sehr unterschiedliche Ursachen stecken – von funktionellen Verdauungsbeschwerden bis hin zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen des Darms. Je nach Auslöser treten unter anderem Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit oder Völlegefühl auf. Die Behandlung richtet sich immer nach der zugrunde liegenden Erkrankung.


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Was ist eine Gastrointestinalstörung?

Der Begriff Gastrointestinalstörung fasst verschiedene Erkrankungen und Funktionsstörungen des Magen-Darm-Trakts zusammen. Dazu zählen unter anderem funktionelle Magen-Darm-Beschwerden, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Reizdarmsyndrom oder Verdauungsprobleme im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen. Entsprechend unterschiedlich können die Beschwerden ausfallen.


Nicht jede Magen-Darm-Erkrankung wird gleich behandelt. Während bei manchen Erkrankungen Medikamente gegen Entzündungen oder Infektionen erforderlich sind, stehen bei anderen Ernährungsmaßnahmen, Bewegung oder symptomorientierte Therapien im Vordergrund. Entscheidend ist, die Ursache der Beschwerden möglichst genau zu bestimmen.


Cannabis bei Gastrointestinalstörungen – aktueller Forschungsstand


Das Endocannabinoid-System ist unter anderem an der Regulation der Darmbewegung, der Schmerzverarbeitung und der Übelkeitskontrolle beteiligt. Viele Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Frage, ob und inwieweit cannabinoidhaltige Arzneimittel einzelne Beschwerden bei Gastrointestinalstörungen beeinflussen können.


Die Ergebnisse fallen unterschiedlich aus. Für einige Symptome, beispielsweise Übelkeit infolge einer Chemotherapie, liegen belastbare Daten vor. Bei anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts nicht. So gibt es keine ausreichenden Nachweise dafür, dass medizinisches Cannabis chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder andere Gastrointestinalstörungen ursächlich behandelt. Einzelne Studien beschreiben zwar Verbesserungen bestimmter Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Appetitverlust, eine allgemeine Empfehlung lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Ob medizinisches Cannabis als ergänzende Therapie berücksichtigt werden kann, hängt deshalb von der jeweiligen Grunderkrankung, den vorhandenen Beschwerden und den individuellen Therapiezielen ab.


Hinweis: Eine Diagnose allein reicht nicht aus, um über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis zu entscheiden. Berücksichtigt werden unter anderem Deine Krankengeschichte, die aktuelle Beschwerdesituation, bereits durchgeführte Therapien sowie mögliche Risiken. Bei Releaf wird Deine persönliche Situation ärztlich beurteilt. Auf dieser Grundlage entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, ob eine Behandlung mit medizinischem Cannabis grundsätzlich infrage kommt.