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Medizinisches Cannabis bei Asthma

Asthma kann sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Während manche Betroffene nur gelegentlich unter Husten oder Atemnot leiden, reagieren die Atemwege anderer schon auf alltägliche Auslöser wie kalte Luft, Pollen, einen Infekt oder körperliche Anstrengung. Verantwortlich dafür ist eine chronische Entzündung der Bronchien, durch die sie besonders empfindlich werden.


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Was ist Asthma?

Bei Asthma sind die Bronchien chronisch entzündet und reagieren besonders empfindlich auf bestimmte Reize. Kommt es zu einer solchen Reaktion, verengt sich die Muskulatur der Atemwege, die Schleimhaut schwillt an und bildet mehr Sekret. Das erschwert die Atmung und kann Beschwerden wie Husten, Atemnot, ein Engegefühl im Brustkorb oder pfeifende Atemgeräusche auslösen.


Wie stark sich Asthma bemerkbar macht, ist sehr unterschiedlich. Häufig treten die Beschwerden anfallsartig, nachts oder am frühen Morgen auf. Dazwischen können längere beschwerdefreie Phasen liegen. Die Behandlung zielt vor allem darauf ab, die Entzündung zu kontrollieren und verengte Bronchien bei Bedarf wieder zu erweitern.


Cannabis bei Asthma – aktueller Forschungsstand


Dass Cannabinoide überhaupt im Zusammenhang mit Asthma untersucht werden, hat einen biologischen Hintergrund. Das Endocannabinoid-System beeinflusst verschiedene Vorgänge im menschlichen Körper, darunter Entzündungsreaktionen und die Regulation der glatten Muskulatur. Weil beide Prozesse auch bei Asthma eine Rolle spielen, entstand die Frage, ob cannabinoidhaltige Arzneimittel therapeutisch genutzt werden könnten.


Einzelne ältere Untersuchungen beschrieben nach der Gabe von THC zwar kurzfristige Veränderungen der Bronchien. Daraus lässt sich jedoch keine therapeutische Empfehlung ableiten. Aussagekräftige klinische Daten, die einen langfristigen Nutzen bei Asthma belegen, fehlen bis heute.


Besonders kritisch ist die Inhalation von Cannabis. Rauch und erhitzte Pflanzenbestandteile können die empfindlichen Atemwege zusätzlich reizen und Husten oder Atemnot verstärken.


Ob medizinisches Cannabis im individuellen Fall überhaupt eine Option sein kann, sollte immer ärztlich geprüft werden. Bei Releaf kannst Du Deine Beschwerden online beurteilen lassen. Im Anschluss wird individuell entschieden, ob eine Behandlung mit medizinischem Cannabis unter Berücksichtigung der Grunderkrankung und der bisherigen Therapie grundsätzlich infrage kommt.