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Medizinisches Cannabis bei Angstzuständen

Angst gehört zu den natürlichen Reaktionen des Menschen. Wird sie jedoch dauerhaft, tritt ohne erkennbaren Auslöser auf oder schränkt den Alltag erheblich ein, kann eine behandlungsbedürftige Angststörung vorliegen. Betroffene leiden häufig unter anhaltender Anspannung, Sorgen oder körperlichen Beschwerden wie Herzklopfen, Schweißausbrüchen oder Zittern. Auch Schlafprobleme und sozialer Rückzug kommen häufig vor.

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Was sind Angststörungen?

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem die generalisierte Angststörung, die Panikstörung sowie verschiedene Phobien. Typisch sind ausgeprägte Ängste oder Sorgen, die über das normale Maß hinausgehen und den Alltag erheblich beeinträchtigen können.


Neben seelischen Beschwerden treten häufig auch körperliche Symptome auf. Viele Betroffene berichten über Herzrasen, Zittern, Schwindel, Muskelverspannungen oder Atembeschwerden. Die ständige Anspannung kann Beruf, soziale Kontakte und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.


Je nach Art der Angststörung kommen psychotherapeutische Verfahren, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, sowie Medikamente wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) zum Einsatz.


Cannabis bei Angstzuständen – aktueller Forschungsstand


Ob medizinisches Cannabis bei Angststörungen hilfreich sein kann, ist bislang nicht abschließend geklärt. Das Interesse der Forschung richtet sich dabei vor allem auf CBD, da diesem Cannabinoid angstlösende Eigenschaften zugeschrieben werden. Die bisher veröffentlichten Studien liefern jedoch kein einheitliches Bild. Für THC-haltige Arzneimittel gibt es derzeit keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage, um ihren Einsatz bei Angststörungen allgemein zu empfehlen.


Gleichzeitig ist bekannt, dass THC nicht bei allen Menschen gleich wirkt. Je nach Dosierung, individueller Empfindlichkeit und psychischer Ausgangssituation können sich Ängste verstärken oder Panikreaktionen auftreten. Deshalb wird bei bestehenden Angststörungen besonders sorgfältig geprüft, ob eine Behandlung überhaupt infrage kommt.


Nach heutigem Kenntnisstand gehören cannabinoidhaltige Arzneimittel nicht zu den etablierten Behandlungsverfahren bei Angststörungen. Falls sie in besonderen Einzelfällen dennoch eingesetzt werden, erfolgt dies erst nach einer sorgfältigen ärztlichen Nutzen-Risiko-Abwägung. Dabei fließen unter anderem Begleiterkrankungen, bestehende Arzneimitteltherapien und frühere Erfahrungen mit Cannabinoiden in die Entscheidung ein.


Du möchtest wissen, ob medizinisches Cannabis eine Option sein könnte? Bei Releaf kannst Du Deine Beschwerden ärztlich abklären lassen. Die Entscheidung über eine mögliche Behandlung trifft die Ärztin oder der Arzt auf Grundlage Deiner individuellen Situation.