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Erregung als mögliche Wirkung von medizinischem Cannabis

Cannabinoidbasierte Arzneimittel nehmen Einfluss auf das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark). Einige Patientinnen und Patienten erfahren eine vorübergehende stärkern Wachheit oder nehmen ihre Umgebung inteisver wahr. Wiederum andere spüren gar keine Veränderungen oder sind ruhiger und schläfrig.


Mehrere Faktoren beeinflussen, welche Effekte Cannabis auslöst. Neben der Dosierung spielen das Verhältnis von THC zu CBD, die Darreichungsform und die zugrunde liegende Erkrankung eine Rolle. Ebenso gehören persönliche Eigenschaften wie die individuelle Empfindlichkeit, frühere Erfahrungen mit Cannabis oder die aktuelle psychische Verfassung dazu. Ein erregtes Gefühl ist deshalb keine typische oder gezielt angestrebte Wirkungen einer medizinischen Cannabis-Therapie.

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Wann kann medizinisches Cannabis zu einem Gefühl erhöhter Erregung führen?

Die „Erregung“ wird nicht einheitlich empfunden. Viele beschreiben dieses Gefühl mit Wachheit oder Aufmerksamkeit. Andere erleben ihre Gedanken, Gefühle oder Sinneseindrücke intensiver. Wieder andere verbinden Erregung mit innerer Unruhe oder Anspannung. Schon deshalb lässt sich nicht pauschal beantworten, wann Medizinalcannabis einen solchen Effekt auslösen kann.


Der Grund, warum Cannabis die Wahrnehmung verändern kann, ist, dass THC vorwiegend an CB1-Rezeptoren im Gehirn bindet. Diese Rezeptoren sind an der Verarbeitung von Sinneseindrücken, Emotionen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis beteiligt.


Kann ein erregender Effekt medizinisch relevant sein?


Ein erregender Effekt gehört nicht zu den Therapiezielen einer Behandlung mit medizinischem Cannabis. Im Vordergrund steht vielmehr die Linderung der Beschwerden, wegen derer das Arzneimittel verordnet wurde. Verändert sich während der Therapie zusätzlich die Wahrnehmung oder das emotionale Erleben, fließt diese Beobachtung in die weitere ärztliche Beurteilung ein.


Gerade zu Beginn einer Cannabis-Therapie achten Ärztinnen und Ärzte deshalb auf eine vorsichtige Dosierung. In der Regel wird mit einer niedrigen Dosis begonnen, die bei Bedarf schrittweise angepasst wird. Auf diese Weise lässt sich besser beurteilen, wie die einzelne Person auf das Präparat reagiert und ob unerwünschte Wirkungen auftreten. Bei Bedarf kann das cannabinoidbasierte Mittel gewechselt oder die Dosis angepasst werden.