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Medizinisches Cannabis bei Stress

Kurzzeitig kann die durch Stress ausgelöste körperliche Reaktion dabei helfen, mit schwierigen oder ungewohnten Situationen umzugehen. Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, Stresshormone werden ausgeschüttet und die Aufmerksamkeit steigt. Meist kehrt der Körper anschließend wieder in seinen normalen Zustand zurück. Fehlen solche Erholungsphasen über längere Zeit, kann die dauerhafte Anspannung jedoch zum Problem werden. Schlafprobleme, Erschöpfung, Reizbarkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten sind mögliche Folgen. Medizinisches Cannabis ist keine etablierte Behandlung gegen Stress. Cannabinoide werden dennoch wissenschaftlich untersucht, da das Endocannabinoid-System an der körperlichen Stressregulation beteiligt ist.

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Was ist Stress?

Stress entsteht, wenn der Körper auf eine Herausforderung reagieren muss. Das kann eine akute Gefahr sein, aber genauso Zeitdruck, eine Prüfung oder eine hohe Arbeitsbelastung. Innerhalb kurzer Zeit stellt der Organismus zusätzliche Energie bereit. Entscheidend ist, was danach passiert. Ist die belastende Situation vorbei, sollte der Körper Gelegenheit bekommen, sich zu erholen. Bleibt die Anspannung dagegen über Wochen oder Monate bestehen, gerät dieses Wechselspiel aus Belastung und Erholung aus dem Gleichgewicht.


Anhaltende Beschwerden sollten nicht einfach als „zu viel Stress“ abgetan werden. Dahinter können beispielsweise körperliche Erkrankungen, Angststörungen oder Depressionen stecken. Die Behandlung richtet sich dann nach der eigentlichen Ursache. Bewegung, ausreichend Schlaf, Entspannungsverfahren und psychotherapeutische Unterstützung können je nach Situation ebenfalls sinnvoll sein.


Cannabis bei Stress – aktueller Forschungsstand


Das Endocannabinoid-System ist an der körperlichen Reaktion auf Stress beteiligt. Deshalb wird untersucht, ob Cannabinoide diese Prozesse beeinflussen und daraus ein therapeutischer Nutzen entstehen könnte. Eine eindeutige Antwort gibt es bisher nicht.


Vor allem CBD wurde in kleineren Studien im Zusammenhang mit Angst und subjektivem Stressempfinden untersucht. Die Ergebnisse sind jedoch nur begrenzt auf chronischen Alltagsstress übertragbar. THC kann zudem gegenteilig wirken. Insbesondere höhere Dosierungen können Unruhe, Herzklopfen oder Angst verstärken.


Stress allein ist daher kein etabliertes Anwendungsgebiet für medizinisches Cannabis. Halten Beschwerden länger an oder beeinträchtigen sie den Alltag, sollte zunächst nach der Ursache gesucht werden. Besteht eine andere Erkrankung, für die Medizinalcannabis als Therapieoption infrage kommen könnte, kannst Du Deine Beschwerden und bisherigen Behandlungen bei Releaf ärztlich beurteilen lassen.