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Medizinisches Cannabis bei Muskeldystrophie

Muskeldystrophien sind seltene Erkrankungen, die in den meisten Fällen langsam fortschreiten. Mit der zunehmenden Muskelschwäche können Muskelkrämpfe, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen auftreten und den Alltag deutlich erschweren. Zur Behandlung gehören unter anderem Physiotherapie, Hilfsmittel und je nach Erkrankungsform medikamentöse Therapien. Trotz dieser Maßnahmen lassen sich die Beschwerden jedoch nicht immer ausreichend kontrollieren.


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Was ist eine Muskeldystrophie?

Die Muskeldystrophie umfasst verschiedene erblich bedingte Erkrankungen, bei denen Muskelgewebe nach und nach geschädigt wird. Ursache sind Veränderungen bestimmter Gene, die für Aufbau und Funktion der Muskulatur verantwortlich sind. Dadurch nimmt die Muskelkraft im Verlauf der Erkrankung zunehmend ab.


Je nach Form der Muskeldystrophie können die ersten Beschwerden bereits im Kindesalter oder erst im Erwachsenenalter auftreten. Betroffen sind häufig zunächst die Muskulatur der Beine, des Beckens oder der Schultern. Mit fortschreitender Erkrankung können auch andere Muskelgruppen beeinträchtigt werden. Neben der Muskelschwäche leiden viele Betroffene unter Muskelkrämpfen, Schmerzen, Verspannungen oder einer eingeschränkten Beweglichkeit. Verschiedene Formen können zudem Herz- oder Atemmuskulatur betreffen.


Eine ursächliche Heilung ist für die meisten Muskeldystrophien bislang nicht möglich. Die Behandlung verfolgt deshalb das Ziel, die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.


Cannabis bei Muskeldystrophie - aktueller Forschungsstand


Der mögliche Einsatz von medizinischem Cannabis bei Muskeldystrophien wird bislang deutlich seltener untersucht als bei anderen neurologischen Erkrankungen. So reichen die vorhandenen wissenschaftlichen Daten derzeit nicht aus, um eine allgemeine Empfehlung auszusprechen. Dennoch wird diskutiert, ob Cannabinoide bei einzelnen Begleitbeschwerden unterstützend eingesetzt werden können.


Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Symptome wie chronische Schmerzen, schmerzhafte Muskelkrämpfe, Schlafstörungen oder eine erhöhte Muskelspannung. Da das Endocannabinoid-System unter anderem an der Verarbeitung von Schmerzreizen und der Regulation neuromuskulärer Prozesse beteiligt ist, wird ein möglicher therapeutischer Nutzen wissenschaftlich untersucht. Belastbare Aussagen zur Wirksamkeit bei Muskeldystrophien lassen sich auf Grundlage der bisherigen Studien jedoch noch nicht treffen.


Medizinisches Cannabis ersetzt weder krankheitsspezifische Therapien noch rehabilitative Maßnahmen wie Physiotherapie oder Ergotherapie. Kommt eine ergänzende Behandlung in Betracht, wird sie in ein bestehendes Therapiekonzept eingebunden und regelmäßig ärztlich überprüft.


Hinweis: Bei Releaf kannst Du prüfen lassen, ob eine Cannabis-Therapie in Deiner persönlichen Situation grundsätzlich möglich ist.